TT-Pause wegen Corona verlängert

Klares Ja von Wulfes und Co.

Hutbergens Frank Wulfes in Aktion. 
Archiv-
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Sieht bei beendeter Hinrunde eine hinreichende Grundlage für eine Wertung: Hutbergens Frank Wulfes. Archiv-

Die Tischtennis-Pause in Niedersachsen wird wegen der Corona-Pandemie bis zum 12. Februar verlängert. Bei den Cracks aus dem Kreis Verden trifft diese Entscheidung auf breite Zustimmung. Es gibt aber auch Bedenken hinsichtlich des Re-Starts nach dem Lockdown.

  • Frank Wulfes und Co. sagen ja zum Verbandsbeschluss
  • Längere Pause die einzige Alternative in der Pandemie
  • Fragezeichen hinter der Saisonfortsetzung

Achim/Verden – Frank Wulfes bringt es auf den Punkt: „Zu glauben, im Januar hätte wieder gespielt werden können, wäre ohnehin nicht realistisch gewesen. So ist es die richtige Entscheidung.“ Die Bewertung vom Kapitän des Bezirksoberligisten TTC Hutbergen für den Beschluss des Niedersächsischen Tischtennis-Verbandes wird von der Allgemeinheit in weitesten Zügen geteilt. Das TTVN-Präsidium hatte wie von dieser Zeitung berichtet entschieden, die Saisonunterbrechung bis zum 12. Februar zu verlängern und dann zu versuchen, nur noch die Hinrunde zu beenden – wie bisher ohne Doppel.

Auch der Zusatz, alles Weitere hänge in dieser Corona-Pandemie von der Entwicklung des Infektionsgeschehens zu Beginn des Jahres ab, findet uneingeschränkte Zustimmung. „So bleibt genug Zeit, sich die Zahlen nach dem bundesweiten Lockdown Mitte Januar anzuschauen und dann neu zu bewerten“, meinte der Hutberger am Montag auf Nachfrage dieser Zeitung.

Ich finde es gut, dass mit dieser Entscheidung im Sinne des Sports die Option offengehalten wird, dass weitergespielt werden kann.

Michael Kanowski, Vorsitzender TT-Kreisverband Verden

Ins gleiche Horn bläst Michael Kanowski, Vorsitzender des Kreisverbandes Verden: „Ich finde es gut, dass mit dieser Entscheidung im Sinne des Sports die Option offengehalten wird, dass weitergespielt werden kann und nicht schon ein Saisonabbruch verkündet wird. Das ist ein positives Zeichen.“ Kanowski habe in den vergangenen Wochen und Monaten als Kreisboss immer das Ohr am TT-Spieler gehabt, kann sich daher eine detaillierte Einschätzung erlauben – und sieht breites Verständnis für die aktuelle Lage: „Alle Akteure wissen, dass es nur um Sport geht und wir uns hinten anstellen müssen. Der Gesundheit wird oberste Priorität eingeräumt.“

Wobei der Posthauser unterstreicht, der TTVN habe den richtigen Zeitpunkt für diese Verfügung getroffen: „Er hätte dies nicht besser handhaben können. Wäre zum Beispiel früher etwas entschieden worden, müsste jetzt nach dem neuerlichen Lockdown eventuell wieder alles über den Haufen geworfen werden. Besser lange genug warten und dann einen Beschluss fassen, mit dem erst mal auf Sicht gearbeitet werden kann. Gut also, dass es jetzt so raus ist.“

Steht hinter dem Beschluss, die Pause zu verlängern: Emtinghausens Maribel Stenzel. Archiv-

Mit einer gehörigen Portion Pessimismus blickt Maribel Stenzel den nächsten Monaten entgegen. „Sicherlich ist diese Lösung zu begrüßen. Die Pause zu verlängern, verhindert weitere mögliche Infektionen in dieser Zeit durch unseren Sport. Wir sollten aber im Hinterkopf behalten, dass je nach Entwicklung der Zahlen auch bis April gar nichts gehen könnte. Ich zumindest sehe nicht unbedingt, dass es weitergehen wird“, sagt die Mannschaftsführerin des Bezirksligisten TSV Emtinghausen. Schließlich solle nichts mit Gewalt forciert werden, was hinterher als Bumerang zurückkommen könne – im Notfall müsse die Saison halt ganz gecancelt werden.

Wir werden meiner Meinung nach auch im Februar nicht an die Tische gehen.

Dennis Meinken, Kapitän TSV Uesen

Ebenso verhalten schätzt Dennis Meinken die Situation ein. Der Kapitän des Bezirksligisten TSV Uesen orakelt: „Wir werden meiner Meinung nach auch im Februar nicht an die Tische gehen. Wenn wir noch länger warten müssten, hätte sich für mich die Saison erledigt und man sollte ohne Wertung abbrechen.“ Wobei Meinken einräumt, dass in der momentanen Situation richtig entschieden worden ist: „Ich halte es für vernünftig, jetzt keinen Mannschaftssport zu betreiben und die nächsten Bewertungen seitens Mediziner und Politiker abzuwarten. Wir müssen es ja ohnehin nehmen, wie es kommt.“

Sportliche Ambitionen spielen dabei für Dennis Meinken ebenso wenig eine entscheidende Rolle wie für Frank Wulfes – auch wenn sein TTC Hutbergen zurzeit Spitzenreiter ist: „Es bleibt eine Momentaufnahme und letztlich unwichtig. Wir sollten erst einmal sehen, dass wir alle gesund bleiben.“ Hingegen hält es Wulfes für richtig, mit Auf- und Abstieg zu werten, wenn die Hinrunde wie geplant beendet werden kann: „Dann hätte jeder gegen jeden einmal gespielt, wir hätten also einen Gradmesser und eine faire Tabelle.“ Allerdings wäre für Wulfes alles Makulatur, sollte es nach Mitte Februar womöglich zu einer weiteren Verzögerung kommen: „Dann würde als einzige Option tatsächlich ein Abbruch bleiben.“

Von Ulf Von Der Eltz

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