Verdener geht motiviert in die Meisterrunde

Kevin Brandes: Aufstieg ein Ziel – kein Muss

Kevin Brandes, Fußballer des FC Verden 04, in Aktion.
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Blick in Richtung Aufstieg mit dem FC Verden 04: Zehner Kevin Brandes.

Er ist auf Anhieb eingeschlagen: Kevin Brandes beendete die Landesliga-Qualirunde mit dem FC Verden 04 als Erster. Der Sommer-Zugang geht als siebenfacher Torschütze motiviert in die Meisterrunde - mit dem Ziel Oberliga-Aufstieg. Und der Zehner hält ein längeres Engagement am Hubertushain für möglich.

Verden – Sieben Tore in zehn Spielen, dazu drei Assists: Für das erste halbe Jahr im neuen Verein zieht Kevin Brandes eine positive Zwischenbilanz. „Klar will man immer so viele Buden wie möglich machen. Aber ich kann schon zufrieden sein“, gibt sich der Sommer-Zugang des Fußball-Landesligisten FC Verden 04 gegenüber dieser Zeitung aufgeräumt. Wobei das persönliche Abschneiden nicht an oberster Stelle zu stehen scheint – was deutlich wird, wenn das Ziel zur Sprache kommt, das sich der 29-Jährige mit dem Team gesetzt hat:

„Wir alle peilen jetzt natürlich den Aufstieg in die Oberliga an. Wenn man die Quali-Staffel als Erster abschließt, will man auch den ganz großen Erfolg einfahren.“ Da spiele es auch keine Rolle, dass vor der Saison lediglich das Erreichen der Meisterrunde formuliert worden war.

Lob an den Zusammenhalt - und an „Top-Trainer“ Neubarth

„Sicher sind wir damit gut gefahren. Aber nun haben wir die Chance und wollen sie beim Schopf packen“, sieht der Ex-Borgfelder keinen Grund mehr für Understatement. Dass mit dieser Aussage zu viel Druck auf den Allerstädtern lasten könnte, glaubt der Logistiker bei einem Bremer Autobauer nicht: „Der Aufstieg ist ein Ziel, aber kein Muss. Sollte es nicht klappen, wird diese Saison dennoch als eine gute gelten. Dafür haben wir im ersten Halbjahr zu viele tolle Leistungen gezeigt.“

Zu denen der in Horn-Lehe wohnende Brandes großen Teil beigetragen hat. Nur FC-Kollege Jonas Austermann und Ahlerstedts Marc Holler stehen mit jeweils acht Toren besser da. Zweierlei Gründe führt der Blondschopf dafür an: „Im Unterschied zum Bremer Fußball, den ich bisher ja nur kannte, wird in Verden großer Wert auf Geschlossenheit gelegt. Jeder hilft dem anderen, wenn er mal keinen guten Tag erwischt. Wir fangen alles gemeinsam auf.“ Und Brandes nennt den Aspekt, der ihm den Wechsel zusätzlich schmackhaft gemacht haben dürfte – Frank Neubarth. „Er ist ein Top-Trainer, der eine Top-Vorbereitung mit uns absolviert. Mit seinen Erfahrungen als Ex-Profi und Coach in höheren Sphären drückt er immer die richtigen Knöpfe“, spricht er ein dickes Lob aus.

Ich bin super aufgenommen worden, der ganze Verein macht einen familiären Eindruck und ist für mich eine Top-Adresse. Also kann ich mir definitiv vorstellen, länger zu bleiben.

Kevin Brandes über seine sportliche Zukunft

Dabei hilft natürlich, dass der Spieler seinen sportlichen Chef schon lange kennt. Mit dessen Sohn Alex ist er befreundet, das Duo trug gemeinsam bereits das Trikot des SC Borgfeld. Und Neubarth senior erkannte offensichtlich die wahren Stärken des Kevin Brandes: „In Borgfeld habe ich meist auf der Sechs gespielt. Frank stellte mich ins offensive Mittelfeld quasi als hängende Spitze, so habe ich mehr Zug zum Tor. Die Zehner-Position tut gut.“

Was im Sommer als Beschnuppern für ein halbes Jahr gedacht war, kann sich durchaus zu einer Liaison entwickeln. „Wir hatten tatsächlich nur bis zum Winter vereinbart, um zu sehen, wie wir uns gegenseitig gefallen“, gibt der 29-Jährige einen Einblick. Nachdem nun klar ist, dass der Bremer garantiert bis Saisonende Blau-Weiß trägt, scheint auch ein Engagement über den Sommer hinaus geplant: „Ich bin super aufgenommen worden, der ganze Verein macht einen familiären Eindruck und ist für mich eine Top-Adresse. Also kann ich mir definitiv vorstellen, länger zu bleiben.“

Aufstiegsrunde für Kevin Brandes Rechnung mit Unbekannten

Das mögliche Abenteuer Oberliga würde besonderen Reiz ausüben. Wobei Offensiv-Ass Brandes die Meisterrunde erst einmal zurückhaltend betrachtet: „Ich kenne kein Team aus der anderen Staffel, das ist völliges Neuland für mich. Wir wissen, dass es schwer wird, aber dass es auch möglich ist.“ Sicher höre auch der FC-Zehner, dass vor allem Harsefeld von den Experten ganz hoch eingeschätzt wird. „Aber auch Drochtersen/Assel II und Bornreihe dürften ein gewichtiges Wort mitsprechen. Entscheidend könnten schon die ersten Spiele sein.“

Das zeigt auf die Ausgangs-Tabelle, in der Verden gleichauf mit Ahlerstedt (beide 11) Rang viert einnimmt. Von der Poleposition aus startet Bornreihe (13), gefolgt von Harsefeld (12). Umso motivierter geht Brandes die acht Endspiele an – um mit weiteren Toren auch ein erfolgreiches Endfazit zu ziehen.

Von Ulf Von Der Eltz

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