VER-Dinale: 45-jährige Dressurreiterin zählt zum Favoritenkreis / Johann Hinnemann der Mentor

Bramall träumt von Olympia

Wäre einer dritten Teilnahme bei den Olympischen Spielen nicht abgeneigt: Leonie Bramall.

VERDEN (uts) · Neben Olympiasiegerin Heike Kemmer wird mit der Kanadierin Leonie Bramall eine weitere Olympionike an den Dressurprüfungen beim 35. Verdener Hallenreitturnier VER-Dinale (14. bis 17. Januar) teilnehmen. Die 45-Jährige war bei den Olympischen Spielen in Atlanta und Barcelona am Start.

Seit rund 25 Jahren lebt Leonie Bramall inzwischen schon in Deutschland und leitet zusammen mit ihrem Partner Volker Dusche, den sie 1999 bei einer Körung in Verden kennengelernt hat, einen Dressur- und Ausbildungsstall auf dem Gestüt Mühlenort in Wulfelade (bei Hannover).

Leonie Bramall begann in frühester Kindheit in Kanada mit dem Westernreitsport. Auch in der Vielseitigkeit war sie zu Hause und feierte in ihrem Heimatland viele

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Erfolge. Mehr und mehr widmete sie sich aber dem Dressursport und feierte in Kanada über 30 Siege in S-Prüfungen. Mit 18 Jahren packte sie ihre Sachen und heuerte in Deutschland als Bereiterin beim Mannschaftsweltmeister Johann Hinnemann im rheinischen Voerde an. Hinnemann kannte sie von Lehrgängen in seiner Eigenschaft als kanadischer Dressurtrainer. Bramall: „Mein großer Traum war es, einmal auf einer Olympiade zu starten und dafür sah ich in Deutschland die besten Chancen, um mich weiter zu entwickeln.“

„Jo“ Hinnemann hat Leonie Bramall fast alles zu verdanken. 15 Jahre war sie bei ihm und lernte in dieser Zeit beim Pferdefachmann viele erstklassige Dressurpferde kennen. Ihr erstes eigenes Pferd war die dreijährige Oldenburger Stute Gilbona. Alles Geld, was sie damals als 18-Jährige gespart hatte, wurde in Gilbona investiert. Und es lohnte sich, denn mit Hilfe von Hinnemann feierte sie mit Gilbona viele nationale und internationale Erfolge, die mit der Teilnahme an den Weltreiterspielen in Den Haag und den Olympischen Spielen in Barcelona und Atlanta gipfelten. Gilbona ging später jedoch an einer schweren Krankheit ein und so endete die großartige Karriere dieses Traumpaares.

Seit dem 1. November 2002 ist Leonie Bramall mit Volker Dusche auf dem Gestüt Mühlenort zu Hause und hat in dieser Zeit viele Pferde angeritten, ausgebildet und auf Turnieren erfolgreich vorgestellt. „Da wir in erste Linie Pferde für Kunden ausbilden, werden diese leider meist immer dann verkauft, wenn sich die Erfolge einstellen. So geht im Grunde jedes Jahr die Arbeit vor vorne los“, seufzt die 45-Jährige. Nur zu gerne würde sie ein von ihr ausgebildetes Pferd einmal einige Jahre reiten. Dann wäre vielleicht auch eine dritte Olympiateilnahme möglich.

Das Jahr 2009 war für das Gestüt Mühlenort und Leonie Bramall besonders erfolgreich. Bei 175 Starts gab es insgesamt 163 Schleifen, wobei von Reitpferdeprüfungen bis hin zum Grand Prix alles gewonnen wurde. Allein 43 Mal gab es goldene Schleifen. Erfolgreichstes Pferd war der 13-jährige Trakehner-Hengst und Bundeschampion Showtime, der bei 22 Starts 22 Mal in der schweren Klasse platziert war. Allein elf Mal erhielt Showtime die goldene Schleife. Aber auch die Neuerwerbung, der zwölfjährige Fuchswallach Orion, wusste zu überzeugen. Er gewann gleich seinen ersten Grand Prix in Bettenrode. Bei den German Classics in Hannover wurde das Paar in der Kür des Grand Prix Dritter. Auch bei der VER-Dinale wird Leonie Bramall stark zu beachten sein. Genannt hat sie für die schweren Dressurprüfungen Showtime, Orion und D'Accord De.

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