Boxen: Kampfabend des BC Verden steht unter keinem guten Stern / Verdruss bei Müffelmann nach Absagen / Steven Eden erfolgreich

Lokalmatador Maximilian Höcherl feiert ein gelungenes Debüt

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Feierte einen klaren Punktsieg: Der Verdener Steven Eden.

Kreis-Verden - Von Jürgen Honebein. VerdenKreis-Verden - Von Jürgen Honebein. Der Kampfabend des BC Verden im Verdener Hotel Niedersachsenhof stand unter keinem günstigen Stern, denn von den vorgesehenen 15 Kämpfen fanden am Ende nur elf statt. Grund dafür waren hauptsächlich Erkrankungen einiger Boxer aber auch, dass einige unentschuldigt nicht angereist waren.

Das sorgte beim Verdener Vorsitzenden Kay Müffelmann für viel Verdruss und Aufregung: „Am Tag vorher hatten wir auf dem Papier gerade noch sechs Kämpfe. Wir haben es dann aber geschafft, dass zumindest elf stattgefunden haben und die Zuschauer auf ihre Kosten gekommen sind“, atmete Müffelmann auf. Vor dem ersten Gongschlag gab es zunächst eine Schweigeminute für den vor einer Woche verstorbenen jahrzehntelangen Hauptmäzen des BC Verden, den Unternehmer Hans Freitag. Kay Müffelmann würdigte ihn als einen großen Freund der Verdener Boxabteilung: „Ohne seine großzügige Unterstützung würde es die Abteilung wahrscheinlich gar nicht mehr geben.“

Wegen Krankheit und Absagen der Gegner stiegen nur zwei Verdener Boxer in den Ring. Zum einen Debütant Maximilian Höcherl und zum anderen Routinier Steven Eden. Beide gewannen ihre Kämpfe. Kieron Henglein und Tom Schneidt, auf den die Boxfans besonders gespannt waren, konnten nicht kämpfen, da beide Fieber hatten. „Wenn sie nicht hundertprozentig fit sind, kommen sie bei mir auch nicht in den Ring“, stand und steht für Trainerin Birgit Gerlach die Gesundheit ihrer Schützlinge immer an erster Stelle. Der erst 15-jährige Maximilian Höcherl boxte im Schwergewicht und traf auf Tjark Stürenberg vom VfB Oldenburg, der ebenfalls seinen ersten Kampf bestritt. Nach nervösem Beginn auf beiden Seiten, boxte sich Höcherl langsam frei und erzielte die genaueren Treffer in allen drei Runden. In der dritten Runde musste Stürenberg nach einem Wirkungstreffer von Höcherl sogar angezählt werden. Der Kampf über drei Mal zwei Minuten zeigte aber auch, dass beide Boxer weiterhin stark an ihrer Kondition arbeiten müssen, denn in der Schlussrunde waren sie richtig „platt“. Am Ende stand ein verdienter Punktsieg des jungen Verdeners. „Das hat er gut gemacht, auch wenn er weiterhin hart an sich arbeiten muss“, war Trainerin Birgit Gerlach mit seinem Ringdebüt zufrieden. Zufrieden war sie auch mit dem 20-jährigen Steven Eden. Er traf im Weltergewicht bis 69 Kilo auf Hamed Fayaz vom BC Heros Salzgitter. Die erste Runde verlief ausgeglichen. In der zweiten Runde hatte Eden schon leichte Vorteile und traf vor allen Dingen mit seinen Geraden genauer. Die dritte Runde ging klar an den Verdener, der den Kampf mit 2,5:0,5 Richterstimmen gewann. „Steven hat das super gemacht und nur wenig zugelassen. Aber auch sein Gegner war nicht von Pappe“, zollte Birgit Gerlach beiden Boxern ihren Respekt.

Dass auch Frauenboxen attraktiv sein kann, zeigten die deutsche Vizemeisterin Dominika Wolkowicz von Tura Bremen und Joanna Kölln vom KS Lüneburg. Sie bestritten einen Aufbaukampf für die Deutsche Meisterschaft über vier Mal zwei Minuten. Beide schenkten sich nichts und am Ende siegte Wolkowicz als die etwas aktivere Boxerin nach Punkten. Dieser Kampf bot alles, was Boxen interessant macht, schnelle Beine, gute Technik, genaue Schläge und tolle Kondition. Auch einen klassischen K.o. bekamen die zufriedenen Zuschauer zu sehen. Der für das Sportzentrum Walsrode boxende Andreas Kornikov schickte seinen Gegner Mike Volkenstein (Hildesheim) bereits in der ersten Runde mit einem Schlag ans Kinn und einem Leberhaken hart auf die Bretter. Als Ringsprecher fungierte wieder Kay Müffelmann und als Ringarzt stand Dr. Asmus Brinkmann zur Verfügung.

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