RW Achim fegt „Vissel“ weg / Aktas kommt

Bösch macht die Kaldiricis heiß – 6:0

In dieser Szene scheitert Behcet Kaldirici noch an Visselhövedes Keeper Jens Wingerning – am Ende traf Achims Stürmer aber drei Mal beim 6:0-Sieg. - Fotos: Freese

Visselhövede - Von Matthias Freese. Das Tor zur Heide stand auf, sperrangelweit sogar. Logisch, dass der 1. FC Rot-Weiß Achim diese Einladung des VfL Visselhövede dankend annahm. Im Kellerduell der Fußball-Bezirksliga verpasste das Team von Coach Ingo Bösch den Heidestädtern auf deren Platz einen 6:0 (1:0)-K.o. und darf damit auf dem Relegationsplatz liegend weiter vom direkten Klassenerhalt träumen. Morad Bounoua, Coach der Gastgeber, sprach von einem „Debakel hoch drei“ – der Abstieg scheint nach der sechsten Niederlage und der 14. sieglosen Partie in Serie beschlossene Sache zu sein.

Wie ein Team sich gegen diesen wehrt, demonstrierten die Achimer trotz ihres Durchschnittsalters von 31 Jahren eindrucksvoll. „Ich hatte mit der Mannschaft einen Vertrag geschlossen – und sie hat ihn eingehalten“, berichtete Ingo Bösch. Sein Matchplan ging auf – „wir sind viel über die Außen und die Grundlinie gekommen. Und wir haben unsere Chancen konsequent genutzt.“ Vor allem brachte sein Team den nötigen Kampfgeist mit, der leblos wirkenden Visselhövedern völlig fehlte. „Glückwunsch an Achim, die haben das gut gemacht. Wir waren überhaupt nicht aggressiv, als ob manche nicht gewusst hätten, dass es eine unserer letzten Chancen ist“, stellte Bounoua deprimiert fest. Allein sechs Tore gegen den direkten Kontrahenten – vielsagend! Achim ging durch einen Murmeltreffer von Berkat Karaca in Führung (25.). Angesichts der Vielzahl an weiteren Angriffen, oft über die rechte Seite von Özgür Görmez eingeleitet, wäre schon zur Pause ein klareres Resultat drin gewesen.

Mahmut Aktas (l., hier im Gespräch mit Servet Kizilboga) weilte gestern in Visselhövede.

Bezeichnend: Visselhövedes beste Chance resultierte aus einer verunglückten Flanke von Marten Schwarz (58.). Achim machte es besser, viel besser. Und Bösch hatte seine Stürmer Ahmet und Behcet Kaldirici richtig heiß gemacht, indem er sie zunächst auf der Bank ließ. Sie entschieden die Partie nach ihrer Einwechslung. Gleich dreifach netzte Behcet Kaldirici ein (57./77./90.), ein Mal Ahmet Kaldirici (81.), zudem traf auch der dritte Einwechselspieler Ibrahim Lailo (86.).

Rolf Fronda, Vorsitzender der Rot-Weißen, verriet zudem, dass schon bald der frühere Regionalliga- und Oberligaspieler Mahmut Aktas (35) den Club verstärken wird – er weilte gestern in Visselhövede. „Er soll uns in den letzten Spielen helfen“, so Fronda, der außerdem davon spricht, dass der Vertrag mit Coach Bösch „voraussichtlich“ verlängert wird: „Solange Ingo von uns nichts hört, macht er als Trainer weiter. Er hat es zusammen mit Fikret Karaca geschafft, den Hebel bei uns umzulegen.“

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