Daverden nach 23:24 gegen Fredenbeck III

Bodenstab: „Flaute in den letzten zehn Minuten“

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Selten hatte Boyke Wilkens so freie Bahn gegen die Fredenbecker Deckung. Mit Daverden kassierte er ein 23:24.

Daverden - Von Björn Lakemann. Der Zug nach ganz oben dürfte für Handball-Landesligist TSV Daverden seit der 23:24 (13:11)-Heimpleite am Sonntagabend gegen einen abgezockten VfL Fredenbeck III abgefahren sein.

Das sah auch Coach Thomas Panitz so: „Mein Team hat sich in der Vorwärtsbewegung unglaublich viele technische Fehler erlaubt, die uns das Genick brachen. Zudem war die Qualität unserer Würfe nicht so dolle.“ Auf der Gegenseite äußerte sich Jannik Rohde, der tags zuvor noch in der 3. Liga für die VfL-Erste unterwegs gewesen war, erfreut. „Auswärts ist immer schwer, letztlich haben wir den Sieg glücklich eingetütet. Das war schon ein starkes Stück von uns ohne Haftmittel“, schmunzelte der junge Keeper, der den Panitz-Mannen bei zwei abgewehrten Siebenmetern von Lajos Meisloh und Simon Bodenstab zu Beginn der zweiten Halbzeit so richtig wehtat.

Schon zu Beginn hatte der alte und neue Tabellenführer das Heft in die Hand genommen. Vor gut 120 Zuschauern nahm Christoph Böhling nach 17 Minuten eine Daverdener Einladung dankend an und erzielte die 7:5-Führung. Panitz war „on fire“ – Auszeit. Und tatsächlich berappelte sich sein Team und lag zur Pause durch Daniel Beinker und Eric Beuße gar in Front – 13:11. In der Kabine appellierte der Coach, doch bitteschön „mit aller Konsequenz den Abschluss zu suchen und mit 120 Volt in die Abwehr zu gehen“.

Diesen Gefallen taten ihm die Seinen dann allerdings nur bis zum 20:19 (48.) durch Aushilfsspieler Benjamin Fleischer. Es folgten die individuelle Klasse der Gäste und eine wahre Fehlerkette des TSV. Kreisläufer Birger Tetzlaff, der siebenmal traf, war kaum noch zu verteidigen. Auch der sechsfache Torschütze Pascal Czaplinski lieferte eine starke Partie ab. Spätestens als Tetzlaff auf 23:20 (53.) stellte, war das Ding durch. Mehr als der 23:24-Anschluss durch Erik Beuße 55 Sekunden vor dem Ende gelang nicht mehr, obwohl Fredenbeck noch ein Gastgeschenk hatte, das der TSV leichtfertig wegwarf.

„Jetzt können wir nach ganz oben einen Haken machen. Wir haben es einfach versäumt, die Lücken zu sehen“, so ein frustrierter Panitz, dessen Shooter Simon Bodenstab, der nur zweimal traf, feststellte: „In den letzten zehn Minuten herrschte Flaute bei uns. In den kommenden drei Auswärtsspielen müssen wir unsere Hausaufgaben machen.“

Tore TSV Daverden: Beuße (6), Beinker (4/1), Meisloh (4/3), Wilkens (3), Fleischer (2), Bodenstab (2), Meyer (2).

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