Zweitliga-Volleyballer unterliegen am Sonntag sang- und klanglos 0:3

Bocholt entschlüsselt Badens DNA

Ole Seuberlich versucht hier mit einem Heber den Bocholter Block zu überwinden – was auch klappt.
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Ole Seuberlich versucht hier mit einem Heber den Bocholter Block zu überwinden – was auch klappt.

Baden – Die Formkurve der Zweitliga-Volleyballer des TV Baden zeigt derzeit klar nach unten. Nach einem 1:3 vor einer Woche in Warnemünde, dem Zwischenhoch beim 3:2-Erfolg in Bitterfeld-Wolfen sowie davor einem deutlichen 0:3 daheim gegen den TuS Mondorf, kassierten die Schützlinge von Coach Werner Kernebeck am Sonntag eine überraschend klare 0:3-Heimpleite gegen den TuB Bocholt.

Der Übungsleiter musste sich nach Spielschluss auch erst einmal sortieren, um verbal nicht in den falschen Topf zu greifen. Denn der Wille war den Hausherren sicher nicht abzusprechen. Doch es fehlte an Körperspannung, Konzentration, Emotionalität und vor allem an sauberen Annahmen, um selbst den Gast ins Schlingern zu bringen. Diesen Trudelkurs schlugen aber letztlich nur die Badener ein. Produzierten die Bocholter einen Fehler, so hielten die Weserstädter im Gegenzug deren drei, vier dagegen. Zu viele, um den Gast selbst einmal über einen längeren Zeitraum zum Nachdenken zu zwingen.

Jannik Haats gibt hier Ratschläge an die Youngster Benedikt Gerken (l.) und David Weiß.

Im Grunde schien es von Beginn an so, als hätte der TuB die DNA des TV Baden sehr schnell entschlüsselt gehabt. Denn mit den hart abgefeuerten und auch mit den frechen, drucklosen Aufschlägen hatten die Gastgeber große Probleme. So hieß es im ersten Satz schnell 0:5, Ole Seuberlich, später vom Gast zum Badener MVP gewählt, gelang beim 1:7 der erste Punkt. Ein klassischer Fehlstart. So war der erste Durchgang bei 19:25 schnell ad acta gelegt. Und auch Satz Nummer zwei offenbarte keine Besserung. Zwar gelang Björn Hagestedt das 3:2, doch in der Folge fanden die Gäste immer wieder die Lücke im Badener Block, präsentierten dagegen selbst den TVB-Angriffen sehr oft eine unüberwindbare Wand. Beim 14:12 verbuchten die Hausherren die höchste Führung des Matches überhaupt, konnten diese aber letztlich nicht ins Ziel bringen – 20:25.

Die Mannschaft muss jetzt reflektieren, was da gelaufen ist und dann muss ein Umdenken stattfinden. Ansonsten plätschern wir sehenden Auges in den Tabellenkeller!

Werner Kernebeck

Was die Badener danach im Durchgang drei auch versuchten, immer wieder hatten die Bocholter eine Antwort parat. So war die Messe dann auch recht zügig gelesen. Die wenigen Zuschauer, die den Aufwand der Testerbringung bei der 2G-Plus-Regel betrieben hatten, verließen dann sehr rasch und auch enttäuscht die Lahofhalle. Auch Coach Kernebeck wollte später nichts beschönigen, wollte nach dem letzten Heimspiel des Jahres aber auch noch nicht die Rute herausholen: „Man muss es allerdings schon deutlich sagen, dass es ein wirklich schlechtes Spiel von uns war. Man hatte zu keinem Zeitpunkt das Gefühl, dass wir das Spiel irgendwie drehen hätten können. Die Mannschaft muss jetzt reflektieren, was da gelaufen ist und dann muss, ja muss ein Umdenken stattfinden. Ansonsten plätschern wir sehenden Auges in den Tabellenkeller! Die Wochen, die uns eigentlich nach vorn bringen sollten, laufen derzeit völlig verkehrt. Alles, was wir uns zuvor erarbeitet haben, haben wir jetzt verspielt.“

Mahnende Worte vor den beiden letzten Jahresaufgaben in Essen und auch in Braunschweig. Denn da müssen Punkte her. Sonst wird es bis zum Saisonende ein Ritt auf der Rasierklinge für den TV Baden.

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