Blender führt gegen St. Paulis Traditionself 2:0 / Begeisterung bei 400 Fans

Winkel und Bischof kitzeln die Kiez-Kicker – aber 2:4

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Ausgetrickst: Blenders Sebastian Müller (Nummer 5) musste in dieser Szene St. Paulis Daniel Sager vorbeiziehen lassen.

Blender - Von Jürgen Honebein. „Dorfklub meets Kiezklub“ – so lautete das Motto auf der attraktiven Sportanlage des TSV Blender. Der frisch gebackene Kreisliga-Aufsteiger verlor zwar vor über 400 bestens gelaunten Zuschauern gegen die Traditionself des FC St. Pauli nach einer 2:0-Halbzeitführung noch mit 2:4, doch blieb das Ergebnis absolut zweitrangig. Vielmehr beeindruckend war, wie der Verein dieses Spiel und das dazugehörige Drumherum vorbereitet hatte.

Das Organisationsteam um Siegfried Schmidt, Bernd Fehmer und Hermann Bischof hatte wirklich alles im Griff. „Wir wollten mit diesem Match nicht nur die guten Leistungen unserer Mannschaften belohnen, sondern auch zeigen, dass der TSV Blender so etwas auf die Beine stellen kann“, meinte Bischof stolz. Und das ist ihnen ohne Abstriche gelungen.

Voll des Lobes war auch St. Pauli-Trainer Dieter Schiller: „Toll, welche Gastfreundlichkeit wir hier vorgefunden haben. Das war alles sehr herzlich. Wir sind vorher noch extra im Trainingslager gewesen“, schmunzelte er. Stadionsprecher Thorsten Tobeck begrüßte bei idealem Fußballwetter beide Teams mit launigen Worten. Der jüngste Blenderaner Nachwuchs durfte beim Einlaufen natürlich nicht fehlen.

Trainer Sven Hindemith hatte zwei komplette Teams nominiert, die sich aus Akteuren der Kreisligaelf sowie Altligaspielern zusammen setzten. Der FC St. Pauli war mit 15 Spielern angereist, die alle 30 bis 40 Jahre älter waren als die meister Akteure der Heimelf. In der ersten Halbzeit der über zweimal 35 Minuten führenden Partie spielte Blender hauptsächlich in Bestbesetzung und das machte sich bemerkbar. Die Gäste konnten das Tempo der jungen Spieler nicht mitgehen und bekamen zunächst überhaupt kein Bein an die Erde.

"Dorfklub meets Kiezklub"

Nach zehn Minuten stand es bereits 2:0 für den Kreisliga-Aufsteiger. Jonas Winkel und Hermann Bischof hatten St. Paulis besten Spieler, Torhüter Torsten Wilkening, aus Nahdistanz keine Abwehrchance gelassen. Und hätte Wilkening in der Folgezeit nicht einige tolle Paraden gezeigt, die Partie wäre schon zur Pause entschieden gewesen. Der erste Schuss auf das Tor des TSV Blender gelang den Kiezkickern erst fünf Minuten vorm Wechsel.

Danach schickte Hindemith hauptsächlich seinen zweiten Anzug aufs Feld, der seine Sache aber auch gut machte. Dennoch kam nun der FC St. Pauli besser ins Spiel. Endlich konnten die gestandenen Ex-Profis wie Ralf Sievers, Hansi Bargfrede, dessen genauen Pässe immer noch eine Augenweide sind, Stefan Studer, Dirk Zander und Klaus Ottens Akzente setzen. Der blonde Ottens sorgte mit zwei Toren für das 2:2 und Daniel Sager sowie der etwas füllig gewordene Dirk Zander schafften in der Schlussphase noch einen 4:2-Sieg der Gäste aus dem einst selbst ernannten „Freudenhaus der Liga“.

Der TSV Blender hatte sich in der von Patrick Ziemke (Langwedel) souverän geleiteten fairen Partie als toller Gastgeber gezeigt, der den Kiez-Kickern alles abverlangte. „Man konnte sehen, dass die St. Paulianer technisch super drauf sind. Wenn wir wie in der zweiten Halbzeit versucht haben mitzuspielen, sahen wir alt aus. Wichtig war für uns aber auch nicht nur das Ergebnis, sondern vor allen Dingen, dass den vielen Zuschauern ein attraktives Spiel geboten wurde. Und das ist gelungen“, resümierte Hindemith stolz. Und mit dieser Aussage traf er den Nagel auf den Kopf. Der gesamte Verein TSV Blender war absolute Spitze.

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