Oberliga-Fußballer drehen in zweiter Halbzeit gegen Bückeburg voll auf – 5:1

Der TBU bittet zum Tanz

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Zwei Torschützen auf einen Blick: Mustafa Azadzoy (am Ball) und Saimir Dikollari. · Fotos (2): von Staden

Von Frank von StadenUPHUSEN · Eine Halbzeit lang taten sich Uphusens Oberliga-Fußballer gestern gegen den arg abstiegsbedrohten aber zumindest 45 Minuten lang aufopferungsvoll kämpfenden VfL Bückeburg sehr schwer, dann aber zerlegten sie ihn in alle Einzelteile und feierten einen 5:1 (1:1)-Erfolg, der am Ende durchaus noch höher hätte ausfallen müssen.

„Das ist die halbe Miete. Damit haben wir im Grunde den Klassenerhalt in der Tasche. Jetzt dürfen wir einfach nichts mehr anbrennen lassen“, freute sich nach dem Abpfiff TBU-Goalgetter Saimir Dikollari, der gestern Nachmittag das i-Tüpfelchen auf diesen hochverdienten Erfolg setzte, als er ein feines Hackenzuspiel vom zumindest offensiv sehr starken Marvin Orsei in die Maschen zum Endstand drosch (76.). „Und es hätten noch viel mehr Tore fallen müssen. Denn wir wussten, dass die Bückeburger ihr laufintensives Pressing nicht bis zum Schluss durchhalten würden. Nach dem 2:1 für uns sind die doch völlig auseinander gebrochen“, merkte da Uphusens Marco Wahlers an, der in der 37. Minute für den Ausgleich zum 1:1 per Strafstoß sorgte, nachdem Niko Werner im 16er zwar den Ball aber auch Sedat Yücel traf. Ein Treffer, der quasi der Brustlöser war. Denn zuvor ließen die Hausherren doch vieles vermissen, waren läuferisch und vor allem kämpferisch einfach nicht auf der Höhe. Deshalb war die frühe Führung durch Alexander Bremer auch nicht unverdient (10.), als die gesamte TBU-Abwehr nach einem Einwurf im Tiefschlaf verfallen war.

Nach der Pause aber baten die Uphuser dann die Gäste zum Tanz. Vor allem, nachdem Thomas Celik eine Orsei-Flanke freistehend per Kopf am langen Pfosten eindrücken konnte, gingen bei den Gäste die Lichter aus. Jetzt quälten sie sich nur noch über den Platz, liefen teilweise planlos der Lederkugel nach. „Wir haben eben nicht das Geld, um uns einen erfahrenen Spieler zu leisten, der dann die Ordnung hält, wenn es einen Rückschlag gibt. Wir müssen mit solchen Fehlern leben, auch wenn sie uns wieder in die Landesliga führen sollten“, zuckte da VfL-Coach Timo Nottebrock nur mit den Schultern. Dennoch war er schon völlig baff über das Gesicht, das seine Mannschaft nun aufsetzte: „Wir hätten uns über ein 1:8 oder auch 1:9 nicht beschweren können. Uphusen hat in der zweiten Hälfte alle seine Qualitäten abrufen können, wir haben nur noch unter aller Kanone gespielt!“ Letztlich hatten die Bückeburger viel Glück, dass nur noch Mustafa Azadzoy (65.) nach Dikollari-Flanke und Marvin Orsei nach starkem Solo von der Mittellinie (68.) trafen. „Wir haben Ball als auch Gegner laufen lassen, sind unserem Prinzip, vernünftig Fußball zu spielen, nicht untreu geworden. Das hat mir gefallen und gezeigt, dass das Aus im NFV-Pokal keine Spuren bei uns hinterlassen hat“, zeigte sich dann auch Uphusens Trainer Andre Schmitz sehr zufrieden. „Wenn wir jetzt noch einen Sieg am nächsten Sonntag in Celle nachlegen können, dann haben wir uns endgültig befreit und stehen vor einer weiteren Oberliga-Saison.“

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