RSV bittet TSV Ottersberg am Sonnabend zum Wümme-Derby / Schmude erstmals dabei

Beendet Sammrey-Elf endlich Rotenburg-Fluch?

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Jonathan Schmude (r.) wird am Sonnabend in Rotenburg erstmals für den TSV Ottersberg auflaufen.

Ottersberg - An den letzten Sieg, den Fußball-Oberligist TSV Ottersberg im prestigeträchtigen Derby beim Rotenburger SV einfahren konnte, kann sich Coach Axel Sammrey gar nicht mehr erinnern: „Keine Ahnung, so weit kann ich gar nicht mehr zurückdenken!“ Und das nervt den Übungsleiter ungemein. Nun, damit sich das ändert, wollen die Grün-Weißen am Sonnabend (16 Uhr) im Ahe-Stadion für eine Überraschung sorgen.

Überraschung deshalb, weil sich die Gäste dieses Mal eben nicht als Favorit sehen. Sammrey: „Rotenburg hat einen ordentlichen Start in die Saison hingelegt, sich außerdem auch noch personell verstärkt. Derzeit passt es dort.“ Zudem kann der Coach auch an diesem Wochenende nicht aus dem Vollen schöpfen. Erneut wird Stammkeeper Tim Eggert (Urlaub) fehlen, auch Innenverteidiger Johannes Ibelherr meldete sich frühzeitig berufsbedingt ab. Und noch immer warten die Ottersberger auf die Oberliga-Spielberechtigung für den Koreaner Kim. „Außerdem können wir nach den letzten Pleiten dort nicht groß trommeln! Ich kann nur hoffen, dass sich meine Jungs noch genau an die Fehler erinnern, die sie sich zuletzt im Pokal in Rotenburg geleistet haben. Dort meinte auf einmal fast jeder, er müsse anders spielen als besprochen. Nur wenn wir uns an den Plan halten, den wir uns auch sonst auswärts zurechtlegen, werden wir dort bestehen können.“

Da stimmt es Sammrey auch nicht positiv, das er endlich auf den erstmals spielberechtigten Angreifer Jonathan Schmude zurückgreifen kann. Denn der 22-Jährige, der in der vergangenen Saison noch bei Hannover 96 II in der Regionalliga spielte, wird noch viel Spielpraxis brauchen, um den Ottersbergern wirklich weiterhelfen zu können. „Jonathan ist noch längst nicht bei 100 Prozent. Wir können von ihm jetzt keine Wunderdinge erwarten.“ Was aber nicht heißt, dass der TSV-Trainer den Neuzugang morgen erst einmal auf der Bank platzieren wird. Denn mit gerade einmal zwei mageren Toren aus fünf Partien verfügt der TSV Ottersberg über den schwächsten Angriff der Liga. Sammrey: „Da gibt es kein einziges Argument, um ihn draußen zu lassen. Und vielleicht platzt mit ihm ja in Rotenburg endlich der Knoten!“

vst

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