Team aus der 2. Kreisklasse ruft Prämienmodell ins Leben

TSV Bierden beschreitet neue Wege

+
Aufmerksam lauschen Bierdens Spieler den Worten von Trainer Nils Fiedler.

Bierden - Wer sich das kleine Idyll des TSV Bierden an den Bruchwiesen anschaut, der dürfte aus dem Staunen vermutlich nicht so schnell herauskommen. Zwei große Rasenplätze, ein kleiner Kunstrasenplatz sowie ein schmuckes Vereinsheim – Fußballerherz, was willst du mehr! Und wenn sich dann noch der aktuell 26 Spieler umfassende Kader der ersten Herren zum Training einfindet, könnte bei einem Unbeteiligten ganz schnell der Eindruck entstehen, dass die Bierdener das Flaggschiff im Kreis Verden sind. Ein Trugschluss, wie sich schnell herausstellen wird. Denn das Team von Nils Fiedler und Günter Fretzert dümpelt derzeit in den Niederungen der 2. Kreisklasse herum.

Ein Zustand, der laut Fiedler unbedingt geändert werden muss. „Das Gelände in Bierden ist einfach ein echter Traum. Daher schreit es auch danach, dass wir über kurz oder lang wieder in höheren Ligen spielen. Und daran arbeiten wir derzeit intensiv“, gibt Bierdens Trainer zu verstehen. Gemeinsam mit Fretzert hatte er das Team erst in der Winterpause der vergangenen Saison von Sascha Bischoff übernommen, da dieser aus beruflichen Gründen ausgeschieden war. Der Abstieg in die 2. Kreisklasse konnte zwar nicht verhindert werden, „doch im Anschluss hat es eine konstruktive Analyse der gemachten Fehler gegeben. Sportlich gesehen hinken wir den eigenen Ansprüchen zwar noch etwas hinterher, doch wir blicken positiv in die Zukunft“, hat Fiedler die Rückkehr in die 1. Kreisklasse bei aktuell sechs Punkten Rückstand auf den ersten Aufstiegsplatz noch nicht abgeschrieben.

Vor allen Dingen die Tatsache, dass mit der Bremer Firma „ferQuest“ ein zahlungskräftiger Sponsor gefunden werden konnte, lässt Fiedler, der in dem Unternehmen beschäftigt ist, überaus zuversichtlich in die Zukunft blicken. „Die gesamte Mannschaft wurde bereits komplett neu ausgestattet. Aber das war noch nicht alles“, verweist Fiedler auf die Tatsache, dass dank der finanziellen Unterstützung des Sponsors in Bierden ein Prämienmodell ins Leben gerufen wurde, das in der 2. Kreisklasse seinesgleichen suchen dürfte. Um jeglichen Spekulationen jedoch sofort Einhalt zu gebieten, klärt Fiedler umgehend auf: „Natürlich läuft im Fußball ab gewissen Ligen nichts ohne Geld. Doch wir bezahlen keine Spieler. Dennoch gibt es einen finanziellen Anreiz, da uns ferQuest für jeden Aufstieg in den kommenden drei Jahren 2000 Euro für die Mannschaftskasse für eine gemeinsame Fahrt avisiert hat. Ich denke, dass das doch Anreiz genug sein dürfte!“

Auch wenn der Platz am Donnerstag gesperrt war, sucht das Bierdener Vereinsgelände seinesgleichen.

Die ersten positiven Auswirkungen haben nicht lange auf sich warten lassen. Denn laut Fiedler, der in der Jugend für Borussia Dortmund in der Junioren-Bundesliga gespielt hat, konnten in der Winterpause neben einigen A-Junioren auch fünf Akteure des TSV Achim zu einem Wechsel überzeugt werden. Fiedler: „Angeschoben haben wir schon eine ganze Menge. Jetzt muss das Konzept nur noch greifen!“

Das könnte Sie auch interessieren

elona ist da. Ihre lokalen Nachrichten.

Messe Fairnet-City in der KGS Kirchweyhe

Messe Fairnet-City in der KGS Kirchweyhe

So steht es um Australiens Sehenswürdigkeiten

So steht es um Australiens Sehenswürdigkeiten

Energetische Modernisierung: WEG muss viel Zeit einplanen

Energetische Modernisierung: WEG muss viel Zeit einplanen

Wie werde ich Vermessungstechniker/in?

Wie werde ich Vermessungstechniker/in?

Meistgelesene Artikel

FC Verden 04 siegt locker 5:0

FC Verden 04 siegt locker 5:0

Youngster übernehmen Verantwortung

Youngster übernehmen Verantwortung

Letzte Zweifel nahezu beseitigt

Letzte Zweifel nahezu beseitigt

A-Jugend-Handballer Seliger findet nach Ausbootung beim TVO in Achim sein Glück

A-Jugend-Handballer Seliger findet nach Ausbootung beim TVO in Achim sein Glück

Kommentare