Niedersächsischer Basketballverband verlängert Corona-Pause / Vor März läuft nichts

BiBA-Teamsprecher Wohl: „Das ist nur konsequent“

War selber auch betroffen: Der Achimer Elmar Wohl hat volles Verständnis für die Verlängerung der Pause.
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War selber auch betroffen: Der Achimer Elmar Wohl hat volles Verständnis für die Verlängerung der Pause.

Achim – Das Coronavirus rollt wie eine Bowlingkugel durch die Sportligen und zerschießt so manche Saison. Der Niedersächsische Basketballverband (NBV) hat jetzt die Konsequenzen gezogen und den Spielbetrieb in seinen Ligen bis mindestens Ende Februar eingestellt. Davon betroffen sind unter anderem die Oberliga-Herren der BG BiBA.

Elmar Wohl traf die Nachricht am Dienstagabend etwas unvorbereitet. „Nein, das hatte ich noch nicht gehört“, gestand der BG-Aufbauspieler und Teamsprecher ehrlicherweise ein. „Vermutlich habe ich da noch nicht alle Mails gelesen. Aber letztlich ist das völlig in Ordnung und auch nur konsequent. Alles andere wäre bei den aktuellen Fallzahlen auch mehr als fahrlässig!“ Zumal der Achimer genau weiß, wovon er spricht. „Ich war auch infiziert. Und ich kann nur sagen, dass das kein Spaß war“, so Wohl. Infiziert hatte er sich pikanterweise wahrscheinlich ausgerechnet bei seinem letzten Einsatz für die BG im Pokalspiel gegen Stade. „Da spricht vieles dafür, denn auch ein weiterer Mitspieler wurde positiv getestet. Viel schlimmer war aber, dass ich auch meine Eltern angesteckt habe. Daher nehme ich das Virus, auch wenn ich es nun angeblich nicht mehr kriegen kann, nicht auf die leichte Schulter. Nein, ich halte mich an alle Vorgaben.“

Der Vorstand des NBV erläutert in einem offiziellen Statement: „Vor einer Wiederaufnahme des Spielbetriebes muss es den Vereinen erst einmal möglich sein, die Hallen zum Mannschaftstraining ausreichend zu nutzen, um eine erhöhte Verletzungsgefährdung zu vermeiden.“ Wann ein Training wieder erlaubt ist, sei derzeit noch völlig ungewiss.

In einem Online-Meeting haben die Verantwortlichen des Verbandes verschiedene Szenarien durchgespielt, zu welchem Zeitpunkt die Rückkehr aufs Feld möglich sein kann, um die aktuelle Saison ausgeglichen weiterzuführen. „Sollten die Vereine im Februar das Mannschaftstraining in der Halle wieder aufnehmen können, käme ein Restart am 6. März 2021 in Betracht. Ist das Mannschaftstraining im Februar noch nicht wieder erlaubt, wovon wir eigentlich ausgehen, strebt der NBV einen Restart des Spielbetriebs am 17. April an“, teilt der NBV mit. Das mögliche Saisonende ist für den 29. Mai 2021 geplant. Bereits beschlossen ist, dass nur noch eine Halbserie mit den noch ausstehenden Spielen der Hinserie austragen wird. Für Elmar Wohl kein Problem. „Ich gehe zwar davon aus, dass sich jeder meiner Mitspieler entsprechend fit hält, aber das ersetzt natürlich nicht die spezifischen Übungen“, so der Achimer. Daher wäre für ihn eine Vorbereitung von vier Wochen vor dem möglichen Re-Start dringend erforderlich. Sollte dann aber selbst die Hinserie nicht zu Ende gespielt werden können – auch dafür hat der NBV schon eine Lösung parat: „Dann wird die Saison nicht gewertet. Es gibt dann keine Auf- oder Absteiger.“ Bei den Jugendteams in den Landesligen gelte sinngemäß der gleiche Zeitrahmen. Ob hier eine Endrunde gespielt werden kann, sei noch unklar.  kc/maf

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