Bezirkspokal: Etelsens Keeper pariert zwei Strafstöße gegen den FC Verden 04

Am Ende wird Büchau dann doch noch zum Helden – 6:5

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Nicht zu stoppen: Etelsens Jannis Oberbörsch (links) zieht am Ex-Etelser Steen Burford vorbei.

Etelsen - Von Kai Caspers. Glücklich sank Daniel Büchau, Torhüter des Landesligisten TSV Etelsen, nach dem glücklichen 6:5 (2:2/1:2)-Erfolg im Elfmeterschießen in der zweiten Runde des Fußball-Bezirkspokals über den Ligarivalen FC Verden 04 auf die Knie und streckte die Arme in den Himmel. Lange war davon aber nichts zu sehen, denn nur Sekunden später war Büchau unter einer Jubeltraube verschwunden, ehe die Etelser lauthals „Derbysieger, Derbysieger, hey hey“ skandierten.

Ausgerechnet Büchau: Während der Partie hatte Etelsens Keeper zuvor alles andere als einen guten Eindruck hinterlassen und sah vor allem beim ersten Verdener Treffer nicht gut aus. „Da muss er einfach raus kommen“, nahm Etelsens Trainer Bernd Oberbörsch dann auch kein Blatt vor den Mund. Nach einem Freistoß von Behcet Kaldirici war Büchau letztlich einen Schritt zu spät. Zwar kam der Etelser Keeper noch an den Ball, doch er konnte ihn nicht festhalten. Somit hatte Mirco Temp keine Mühe und staubte aus kurzer Distanz zum 0:1 (19.) ab. Aber auch die Verdener waren nicht frei von Fehlern. In der 30. Minute hatte Waldemar Wart einen kompletten Blackout. In seine viel zu kurze Rückgabe auf Torhüter Stefan Wöhlke spritzte Bastian Reiners und glich zum 1:1 aus. „So einen Fehler macht er sicher nicht wieder“, machte FC-Coach Ziad Leilo seinem Youngster keinen Vorwurf. In der 37. Minute hatte Matthias Märtens die Führung für die Gastgeber auf dem Fuß, fand seinen Meister jedoch in Wöhlke. Wie es besser geht, demonstrierten die Verdener kurz vor der Pause. Nach einem Freistoß war erneut Mirco Temp zur Stelle und markierte das 1:2 (42.). „Bei den Standards haben wir nicht gut ausgesehen. Allerdings hat Mirco das auch super gemacht und ein überragendes Spiel geboten“, lobte auch Oberbörsch Verdens doppelten Torschützen.

Kurz nach der Pause hätte Patrick Zimmermann für die Vorentscheidung sorgen können, doch Pascal Kubiak klärte seinen Kopfball noch auf der Linie (47.). Besser machte es Etelsens Christopher Petzold auf der anderen Seite mit einem platzierten Kopfball zum 2:2 (51.). Kurz danach vergaben Temp und Kaldirici Hochkaräter für die Gäste. Großes Glück für Etelsen dann in der 69. Minute, als Philipp Büssenschütt nach einem Foul von Schiedsrichter Patrick Ziemke nur die Gelbe Karte gezeigt bekam. „Das war ein klarer Platzverweis. Ich will jetzt nicht sagen, dass wir dann zwingend gewonnen hätten, doch 20 Minuten in Überzahl wären sicher interessant geworden“, hatte Leilo kein Verständnis für die Entscheidung. Nachdem Kato Tavan und Sebastian Koltonowski auf beiden Seiten noch eine dicke Möglichkeit vergeben hatten, ging es ins Elfmeterschießen. Zwar scheiterte dort zunächst Etelsens Mario Gloger, doch im Anschluss parierte Büchau gegen Zimmermann und Breves und sorgte vor den rund 500 Zuschauern für ein versöhnliches Ende auf Etelser Seite in einem fairen und emotionslosen Derby.

TSV Etelsen: Büchau - Radtke, Langreder (90. Bormann), Reiners, Oberbörsch, Märtens (46. Kubiak), Büssenschütt, S. Gloger, M. Gloger, Jäger (46. Tavan), Petzold.

FC Verden 04: Wöhlke - Wahlers, Breves, Koltonowski, Burford, Kaldirici, Zimmermann, Austermann (79. Leilo), Schmude, Temp, Wart.

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