Bezirksliga: Verden gegen Ritterhude nur mit guter erster Hälfte / Chancenverwertung mangelhaft / Hamdin Özer der neue Kapitän

Koltonowski trifft – und Leilo nimmt das „dreckige 1:0“ dankend an

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Man of the match: Sebastian Koltonowski (am Ball) köpfte Verden zum 1:0-Sieg.

Kreis-Verden - Von Ulf von der Eltz. VerdenKreis-Verden - Von Ulf von der Eltz. Aller Anfang ist schwer – auch für den FC Verden 04: Zwar setzte sich der Titelanwärter gestern zum Start in die Fußball-Bezirksliga standesgemäß 1:0 (1:0) gegen die TuSG Ritterhude durch, ließ aber besonders in der zweiten Hälfte noch viele Wünsche offen. Das entging auch Trainer Ziad Leilo nicht: „Wir haben nach dem Wechsel nicht mehr ins Spiel gefunden. Wenn wir noch das Remis kriegen, können wir uns nicht beschweren.“

Zu sehr ins Gericht gehen wollte der neue Mann auf der Kommando-Brücke mit seiner Elf indes nicht: „Uns fehlen noch einige wichtige Leute wegen Verletzung, da werden wir erst langsam ins Rollen kommen. In den ersten fünf Spielen müssen wir nur auf die Ergebnisse schauen, damit wir nicht ins Hintertreffen und unter Druck geraten. Also nehme ich dieses dreckige 1:0 dankend an. Das Spielerische kommt dann automatisch.“

Die Allerstädter begannen zum kleinen Jubiläum – der Nachfolger des TSV Verden feierte gestern quasi seinen zehnten Geburtstag – im 3:5:2-System mit Sebastian Koltonowski und Nicolas Brunken vorne. Die Spitzen machten auch sofort Alarm und hatten abwechselnd dicke Chancen: Der letztjährige Uphuser scheiterte nach Breves-Freistoß an Keeper Lars Oberdiek, den Nachschuss setzte Wladimir Otto daneben (4.). Brunken köpfte eine Kirsch-Flanke freistehend vorbei (16.). „Koltos“ Kopfball nach Wahlers-Flanke landete in Oberdieks Armen (18.). Jannes Bade drosch die Kugel auf Koltonowskis geschicktem Zuspiel an die Latte (19.). Brunkens 25-Meter-Knaller lenkte der TuSG-Keeper über den Kasten (30.). Fünf Hochkaräter in der ersten halben Stunde vergeben – da musste auch Coach Leilo eine mangelhafte Chancenverwertung quittieren.

Glück für die Heimelf, dass Versuch Nummer sechs saß: Auf Breves-Freistoß markierte Koltonowski per Flugkopfball das erlösende und längst überfällige 1:0 (40.). Das sollte jedoch im zweiten Abschnitt keine Sicherheit geben. Vieles blieb nun Stückwerk beim Favoriten, die „Fahrkarten“ der ersten Hälfte noch im Hinterkopf beschlich ihn die Angst, die eingeplanten Punkte verspielen zu können. Die Dreierkette mit Mirco Temp, Wladimir Otto und Hamdin Özer ließ sich ein ums andere Mal bei schnellen Gegenzügen düpieren – Marcel Meyer (48.), Julian Geils (49.) und Niklas Kutz, dessen Schuss Keeper Stefan Wöhlke per Glanztat entschärfte (75.), hätten durchaus für ein gedämpftes FC-Jubiläum sorgen können. Personalie am Rande: Özer führt die Verdener ab sofort als Kapitän aufs Feld, weil Tim Becker mit Schienbeinbruch wohl den Rest des Jahres ausfällt.

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