Bezirksliga-Schlusslicht unterliegt Rotenburg II unverdient / „Wie vernagelt“

Glücklos-Gören vergibt spät Dörverdens Ausgleich – 1:2

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Geklärt: Dörverdens Philipp Sielemann köpft aus der Gefahrenzone – Rotenburgs Edel lauert vergebens auf die Chance.

Dörverden - Von Ulf von der Eltz. Das Phrasenschwein wäre reichlich gefüttert worden – aber die alte Sportlerweisheit passte am Freitag mal wieder wie die Faust aufs Auge: „Wenn du unten stehst, verlierst du so ein Ding halt“, haderte Nils Pohlner, Trainer des Fußball-Bezirksligisten TSV Dörverden, nach dem 1:2 (1:1) gegen Primus Rotenburger SV II.

Es lief die dritte und letzte Minute der Nachspielzeit. Dennis Neumann setzte Ferat Gören mustergültig in Szene, Dörverdens Außenbahn-Spezialist lupfte die Kugel jedoch nicht nur über RSV-Keeper Keusen hinweg, sondern auch weit übers Tor – Schlusspfiff, Pohlner donnerte die Trinkflasche zu Boden. „Wir haben gekämpft, gut gespielt, Chancen kreiert. Aber die Kiste war einfach wie vernagelt. Die bessere Mannschaft hat verloren“, verstand der Coach des Tabellenletzten die Welt nicht mehr, „aber auf dieser Leistung können wir aufbauen.“ Vor allem dank einer engagierten zweiten Halbzeit hätten die Grün-Weißen mindestens ein Remis verdient gehabt.

So sah es auch RSV-Übungsleiter Dariusz Sztorc nach einem insgesamt schwachen Match seiner Elf, der das Fehlen von Tobias Delventhal und Patrick Werna deutlich anzumerken war: „So ab der 70. Minute habe ich gedacht, dass es entweder 1:1 bleibt oder dass Dörverden noch gewinnt. Die Gastgeber haben im Gegensatz zu uns ein gutes Spiel geliefert. Wir sind glücklich über die drei Punkte.“

Und der Pole durfte sich eben auch über das Glück eines Spitzenreiters freuen. Denn mehrere dicke Chancen ließen die Grün-Weißen liegen, während Kay Slominski eine den wenigen seines RSV spät nutzte: Tim Kalwait setzte sich auf der rechten Seite durch, Slominski zog im Strafraum ab und die Kugel wurde von Dörverdens Philipp Sielemann in die Maschen abgefälscht – 1:2 (81.). Pech allerdings auch, dass sechs Minuten zuvor ein Treffer von Boris Lange wegen Abseits aberkannt worden war.

Ansonsten brannte es in Durchgang zwei mehrfach vorm RSV-Tor: Innenverteidiger Lasse Müller köpfte nach weitem Ball an den Pfosten des eigenen Kastens (59.), Mirko Cordes zog flach vorbei (65.). Dann die dickste Möglichkeit bis dato: Neumann spielte glänzend durch auf Finn Austermann, der umkurvte Keusen und hatte freie Bahn – aber Jewgenij Teichreb schlug das Leder von der Linie (73.).

So musste Dörverden längst führen, aber das 1:1 aus der ersten Halbzeit hatte Bestand. Slominski war fürs frühe 0:1 mit einem sehenswerten Schlenzer über Torwart Simon Bogutzky hinweg zuständig gewesen (4.) – und somit als Doppelschütze Matchwinner. Austermann hatte mit einem Tunnel gegen Keusen für den Ausgleich gesorgt (17.).

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