Bester Verdener bei Landesmeisterschaft

Schach: Polster spielt sich auf Platz 24 vor

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Christian Polster (rechts), hier in seiner letzten Partie gegen Balint Balazs, kam bei der Landesmeisterschaft auf den 24. Platz.

Verden - Als bester Verdener behauptete sich Christian Polster bei der niedersächsischen Schacheinzelmeisterschaft. Mit zwei Siegen und fünf Remisen, also mit 4,5 Punkten, errang der 14-Jährige den 24. Platz in einem Feld von 108 Strategen im A-Open. Gestartet war er mit dem Rang 67.

Der Allerstädter saß in der fünften Runde dem Verbandsligaspieler Weist vom Hellern SV gegenüber, der 30 Ränge vor ihm gesetzt war. Mit einem starken Läuferpaar griff er den gegnerischen Damenflügel an und zwang den Spieler aus dem Osnabrücker Raum in 55 Zügen mit drohendem Verlusten zur Aufgabe. In der letzten, der siebten Runde, trotzte Christian dem zwölfjährigen Deutsch-Ungarn Balint Balazs, über 40 Punkte vor ihm gesetzt, in einer fünfstündigen verzwickten Partie ein Remis ab.

Einen schlechten Turnierstart hatte Torsten Vetter in dieser viertägigen Meisterschaft. So saß er zuletzt dem Hameler Jan Helmer (11) gegenüber, in 52 Zügen endete diese Begegnung 1:0 mit durchlaufenden Bauern und Damengewinne drohten mit folgendem Matt. Einen hervorragenden Start legte Harald Palmer vor, aber die letzten Partien gegen starke Kontrahenten blieben ergebnislos. Uwe Campe erkämpfte zwei Punkte.

Das B-Open hatte Manfred (Bobby) Fischer erfolgreich begonnen, dreimal saß er am ersten bzw. zweiten Brett (diese Spitzenpartien übertrug das Internet zeitgleich). Sein letztes Spiel endete allerdings gegen einen zehnjährigen Peiner mit einer unglücklichen Niederlage. Auch Norbert Bischoff traf auf einen Zehnjährigen, aber aus Nordhorn und in der dritten Runde, den er in der Französischen Verteidigung mit zwei Mehroffizieren bezwang.

Hartmut Kuipers, in seinem ersten Einzelturnier, blieb im letzten Spiel in 25 Zügen siegreich, in dem er mit einer Springergabel die gegnerische Dame eroberte. Und Doreen Dziallas traf in der fünften Runde auf einen erheblich stärkeren Denksportler, aber weil sie das wenig bekannte Blackmar-Diemer Gambit beherrschte, verteidigte sie sicher ein Remis.

Fischer zum Abschluss der B-Open im Pech

In den Turnieren trafen Männer, Frauen, Mädchen und Jungs aufeinander, die Jüngsten waren sieben Jahre, in Hocke auf den Stühlen erreichten sie das ganze Schachbrett. Der älteste Mitspieler und mit großem Theorieschatz, der 80-jährige Bobby Fischer, staunte nicht schlecht, dass seine jungen Gegenspieler bisweilen tiefer in der Theorie stecken als er selbst. Das Meisterturnier mit 20 qualifizierten Strategen gewann der Wolfenbütteler Tonndorf.

Ergebnisse im A-Open: 1. Günnigmann aus Stade 6, 24. Polster 4,5, 53. Vetter 3,5, 84. Palmer 2,5, 100. Campe 2 Punkte.

Die weiteren Allerstädter schnitten unter den 104 Teilnehmern der B-Open so ab: 27. Fischer 4, 52. Bischoff und 63. Kuipers je 3,5, 67. Gawollek 3 und 79. Dziallas 2,5 Punkte.

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