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TV Baden: Bereit für die Abschiedstour

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Von: Frank von Staden

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Zweimal will der TV Baden an diesem Wochenende nach Siegen vor zahlreichen Zuschauern jubeln, ehe für Bundesliga-Volleyball im Lahof die Lichter ausgehen.
Zweimal will der TV Baden an diesem Wochenende nach Siegen vor zahlreichen Zuschauern jubeln, ehe für Bundesliga-Volleyball im Lahof die Lichter ausgehen. © von Staden

Die Zweitliga-Volleyballer des TV Baden gehen an diesem Wochenende erstmals als Favorit in die letzten zwei Heimspiele der Saison, ehe dann für Bundesliga-Volleyball die Lichter in der Lahofhalle ausgehen. Gegner sind am Freitagabend der VCO Berlin und tags darauf der VV Humann Essen.

Baden – Alea iacta est – der Würfel ist gefallen bei den Badener Zweitliga-Volleyballern. Echte Katerstimmung herrscht bei den Schwarz-Weißen allerdings nicht, nachdem die Verantwortlichen bekannt gegeben hatten, dass der Rückzug aus dem Bundesliga-Unterhaus aus personellen Gründen unausweichlich ist (wir berichteten). Viel mehr gilt jetzt alle Konzentration den kommenden beiden Heimspielen am Freitagabend gegen das Internatsteam des VCO Berlin und tags darauf erneut in eigener Halle gegen den bereits abgestiegenen VV Humann Essen (beide ab 19 Uhr).

Zum Auftakt gegen das Internatsteam vom VCO Berlin

„Unser Ziel ist es natürlich, uns nicht als Absteiger aus dieser Liga zu verabschieden. Darauf konzentrieren sich die Jungs jetzt. Denn in beiden Spielen erwartet uns mit Sicherheit keine Laufkundschaft, auch wenn Berlin sowie Essen am Tabellenende rangieren“, weiß da Badens Coach Werner Kernebeck, der laut eigenen Aussagen ob seiner Zukunft als Trainer noch keinen einzigen Gedanken verschwendet hat, um die Schwere der beiden letzten Heimaufgaben dieser Saison, ehe es dann noch einen letzten Auftritt in Warnemünde am 30. April geben wird. Auch diese Partie wäre eigentlich ein Heimspiel gewesen, „doch da wir es damals coronabedingt absagen mussten und jetzt einfach keine Hallen mehr bei uns frei waren, haben wir unser Heimspielrecht kurzerhand abgegeben“, klärt da der TVB-Trainer auf.

Am Sonnabend kommt VV Humann Essen

Die erste Aufgabe gegen den VCO sieht Kernebeck als eine echte Herausforderung und gleichzeitig auch als richtungsweisend an. Denn die Badener benötigen noch vier Punkte, um am Ende einen Nichtabstiegsplatz zu belegen. „Wenn man es ein wenig bildlich mag, dann ist der VCO ein Stier, der mit enorm hoher Energie seine Spiele beginnt. Ergo müssen wir uns als Torero präsentieren. Ich denke, es wird eine viel schwerere Aufgabe werden als noch im Hinspiel. Denn die Jungs stehen sehr gut im Saft, Teile der Mannschaft haben zuletzt ihre Qualitäten bei der EM-Qualifikation der U20 unter Beweis gestellt. Ich erwarte also einen Gegner, der mit Vollgas durch unsere Halle brausen will und wir müssen sie eben mit Coolness und der nötigen Aggressivität ausbremsen!“

Während der VCO Berlin also der Beginn der Badener Zweitliga-Abschiedstour ist, folgt nur einen Tag später wiederum vor heimischer Kulisse der nächste schwere Brocken. Denn die Gäste aus Essen können als feststehender erster Absteiger befreit aufspielen. So sieht es auch Kernebeck: „Ich denke, wir werden auf einen tiefenentspannten Gegner treffen. Und das macht die ganze Sache so gefährlich für uns. Doch in beiden Spielen sind wir dieses Mal der Favorit. Und das müssen wir verinnerlichen und dem letztlich auch gerecht werden.

Auch Moerser SC plant Rückzug

Übrigens: Der TV Baden ist in dieser Saison nicht das einzige Team, das sich überraschend aus dem professionellen Sport verabschiedet. Auch der hohe Titelfavorit Moerser SC teilte kürzlich auf seiner Homepage mit, dass er, sollte er die Meisterschaft holen, nicht nur auf den Aufstieg in die 1. Liga verzichten werde, sondern vorerst auch keine Meldung für die 2. Bundesliga angedacht hat.  vst

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