Oberneulands Offensiv-Ass nach Ottersberg / „Suchte sportliche Veränderung“

Benedetto Muzzicato bringt frischen Wind an die Wümme

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Das größte Erlebnis des Benedetto Muzzicato (l.): Mit Oberneuland kickte der Ottersberger Neuzugang vor einem Jahr im DFB-Pokal gegen Borussia Dortmund, hier Ilkay Gündogan. ·

Ottersberg - Von Ulf von der EltzHochkarätiger Neuzugang für den TSV Ottersberg: Benedetto Muzzicato, vergangene Saison noch im Trikot des Regionalligisten FC Oberneuland, unterschrieb gestern einen Vertrag beim Fußball-Oberligisten. „In erster Linie suchte ich eine sportliche Veränderung, darüber hinaus kann ich mir in Ottersberg beruflich eventuell ein zweites Standbein aufbauen“, erklärte der 34-Jährige gestern auf Nachfrage dieser Zeitung die Gründe für den kurzfristigen Wechsel.

Eigentlich wollte der Linksfuß nach dem finanziellen Kollaps und dem Abschied des FCO aus der Regionalliga künftig für den Bremer SV die Stiefel schnüren, revidierte diesen Entschluss nun aber: „In der Vorbereitung habe ich gemerkt, dass die Tortur Bremen-Liga, in der ich ja schon mit Oberneuland gespielt hatte, nichts mehr für mich ist. Da stellt sich die Oberliga mit Gegnern wie Braunschweig oder Göttingen natürlich ganz anders dar.“

Jetzt könnte der neutrale Beobachter meinen, dass die Verantwortlichen des BSV nach dieser Kehrtwende sauer auf den Routinier wären – dem ist aber nicht so. Klaus Gelsdorf aus Bassen, Coach beim Bremen-Ligisten: „Wir hatten äußerst respektvolle Gespräche, in denen mir Nito seine Beweggründe dargelegt hat. Und außerdem können die Spieler in diesem Bereich ja bis zum 30. 8. wechseln. Er ist ein toller Mensch und Fußballer, auf den sich Ottersberg freuen kann. Ich wünsche ihm dort alles Gute, das hätte er verdient.“

Benedetto, der sich parallel um seine Trainer-Lizenzen kümmern will, hat sich zunächst für eine Saison an die Wümme-Kicker gebunden – visiert aber durchaus ein längeres Engagement an: „Ich denke, dass ich noch zwei Jahre auf hohem Niveau spielen kann, das habe ich ja in Oberneuland bewiesen. Also würde ich Ottersberg gerne weiterhelfen.“ Mit seiner Zusage verbindet der in Bremerhaven geborene Zehner und Stürmer, der bis 2005 bei Union Berlin sogar Zweitliga-Luft geschnuppert hatte, dort aber aussortiert worden war, die berufliche Chance nach der aktiven Zeit: „In den Gesprächen haben wir schon abgeklopft, in wie weit mir der Verein Türen öffnen kann. Meine Zukunft sehe ich jedenfalls im Trainerbereich.“

Dass Muzzicato mit Ömer Aktas und Johannes Ibelherr befreundet ist, spielte Ottersberg natürlich in die Karten, beide dürften ihren Verein wärmstens empfohlen haben. Ob dieses Trio am Sonntag gegen den VFV Hildesheim zusammen aufläuft, steht noch nicht fest – wäre für die Sammrey-Elf nach zwei Niederlagen jedoch hilfreich. Benedetto: „Der Verein und ich haben den ganzen Schriftkram erledigt, jetzt müssen wir aufs Okay vom Verband warten. Ich bin jedenfalls heiß und will Sonntag unbedingt dabei sein.“ Mit seinen Offensiv-Qualitäten würde er allemal für frischen Wind an der Wümme sorgen.

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