40. Klaus-Prieser-Turnier: Achimer Ringer besiegt im Finale Steen Humann

Bederna nutzt Heimvorteil

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Mithat-Can Erdogan

Achim - 133 Teilnehmer aus 17 Vereinen sorgten beim 40. Klaus-Prieser-Turnier des TSV Achim im griechisch-römischen Ringkampf für spannende Wettkämpfe. Zu Gast waren Clubs aus Dänemark, den Niederlanden und Deutschland. Gemeinsam gab es in vier Altersklassen über 200 Einzelkämpfe auf hohem Niveau.

Die Achimer Riege bestand aus fünf Aktiven. Allen vorweg nutzte Nils Bederna seinen Heimvorteil in der Gewichtsklasse B 63kg am besten. Emilio Setale vom TKW Nienburg brachte er mit einem kraftvollen Abreißer zu Boden und schulterte ihn kurz danach mit einem Nackenhebel. Im zweiten Duell startete Nils gegen Sam Sabee vom UKV De Halter Utrecht konzentriert und konterte blitzschnell einen Ausheberversuch. Aus der Bodenlage ließ er den Niederländer nicht mehr frei und feierte einen Schultersieg.

Im internen Duell um Gold wollte Steen Humann seinen Vereinskollegen Bederna gleich zu Kampfbeginn ausheben. Nils war aber auch in seinem dritten Kampf noch wachsam und vereitelte diesen Angriff, brachte Steen zu Boden und holte sich mit einem Nackenhebel den dritten Schultersieg und den Turniersieg. Dass das Finale so deutlich für Nils ausgeht, war anhand der Vorkämpfe nicht abzusehen. Denn Steen zeigte gegen Sabee starken Ringkampf. Bei einem 0:3-Rückstand zog er einen verkehrten Schulterschwung und bekam seinen Kontrahenten so gut unter Kontrolle, dass er ebenfalls auf Schulter gewann. Kurzen Prozess machte er mit seinem Gegner aus Nienburg, den er kurzerhand nach einem Schwunggriff schulterte.

Enrico Humann konnte in der Klasse der Junioren bis 76 kg nur wenig vom Heimvorteil profitieren. Mit der Schule ist gerade so passend zum Wiegen von einer Klassenfahrt aus Wien zurückgekehrt. Von den Strapazen ließ er sich nichts anmerken, als er gegen David Litau, den amtierenden deutschen Vizemeister, von der TSG Hofgeismar kämpfte. Aufgeweckt und ohne Angst brachte Enrico nach frühem Rückstand seinen Axelwurf durch und hatte die Chance Litau zu schultern – der befreite sich aber, überzeugte im Bodenkampf und schulterte Enrico. Bärenstark zeigte sich der Achimer gegen Madis Naarits, den späteren Turniersieger, von BK Thor Nykobing aus Dänemark. Im spannenden und offenen Kampf gingen die beiden knapp mit 1:3 und 1:3 auseinander. Nach zwei so starken Kämpfen brachte eine kleine Unachtsamkeit gegen Markus Tullius vom KSV Siegfried Salzgitter die dritte Niederlage für Humann – trotz starker Kampfleistung nur Vierter.

Lukas Apel hatte in der Gewichtsklasse bis 85 kg bei den Junioren nur einen Gegner, es gab es einen Hin- und einen Rückkampf. Zu verhalten startete Lukas und wurde mit einem Überwurf von Tobias Malon vom SV Blau-Weiß Dörpen auf die Schulter gelegt. Im Rückkampf bewies er mentale Stärke und brachte Malon mit einem Schwunggriff in die gefährliche Lage. Aber die Kraft reichte nicht, um einen Entscheidungskampf zu provozieren, der Dörpener befreite sich und siegte durch einen Hebelgriff – Silber für Lukas. Mithat-Can Erdogan hatte in der schwersten Gewichtsklasse keine Gegner, in einem Freundschaftskampf brachte er seinen Wilhelmshavener Sportfreund Mubarak Amedov mit einem Überwurf und taktisch gutem Einsatz seiner Kraft teilweise in Bedrängnis.

Die Pokalgewinner der beiden Vorjahre, Lüneburger SV und TKW Nienburg, konnten trotz großer Mannschaftsstärke nicht gegen UKV DeHalter (Niederlande) bestehen. Mit 67 Punkten vor BK Thor Nykobing (45) geht der Wanderpokal über die deutsche Grenze. Achimer kam auf Platz zehn, in der Altersklasse der Junioren/A-Jugend sprang der dritte Rang heraus.

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