Bassenerin in U11 siegreich / Silber an Jirko Junge und Andrej Streise / Michel Kaars Dritter

Judo: Ronja Kaars erkämpft sich Bezirkstitel

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Erfolgreiches Trio: Bassens Michel Kaars, Ronja Kaars, Andrej Streise (v.l.) freuen sich mit Trainer Michael Harms über ihre Podestplätze. Es fehlt Jirko Junge, der auch eine Medaille holte.

Bassen - Mit Podestplätzen kehrten die vier Judoka des TSV Bassen von der Bezirkseinzelmeisterschaft aus Lüneburg zurück. Für die Altersklasse U11 mit Ronja und Michel Kaars wurde das „Lüneburger Modell“ angewandt. Bei diesem System stellt die Wertung „Ippon“ nicht wie üblich den Sieg dar, sondern es werden nach zwei Minuten alle erzielten Wertungen addiert. Dadurch waren die Kämpfe sehr variantenreich.

Michel Kaars zeigte einen starken Auftritt. Der Bassener, der sich auch in der Vorbereitung zu seinem gelben Gürtel befand – und die Prüfung inzwischen bestanden hat – traf auf Kontrahenten mit deutlich mehr Erfahrung. Doch Kaars sammelte einige Punkte und überraschte seine Gegner vor allem im Bodenkampf. Am Ende gab es Bronze.

Ronja Kaars präsentierte ihre Techniken nach dem Lehrbuch. Zuerst wurde der Griff gesetzt, danach erfolgte ein Gleichgewichtsbruch, der mit einer großen Außensichel (O-soto-gari) ausgenutzt wurde. Im Boden setzte Kaars mit einem Haltegriff (Kesa-gatame) nach und es wurde ein voller Punkt (Ippon) ihrer Wertungssammlung hinzuaddiert. Nach Ablauf der Zeit siegte die Bassenerin eindeutig und holte den Bezirkstitel.

In der Altersklasse „Männer“ ging Andrej Streise mit 66 Kilogramm Kampfgewicht unbeeindruckt von den Technikversuchen seines Gegner in den Kampf. Er nutzte die Überheblichkeit seines Kontrahenten aus und sicherte sich den Sieg mit einem Haltegriff (Yoko-shiho-gatame). Im Finale gegen einen um drei Stufen höher graduierten Judoka (orange-grün gegen braun) unterlag der Athlet aus Bassen, nachdem er durch einen Angriff unglücklich gekontert wurde, und erhielt Silber.

Jirko Junge dominierte in der U12 seine Kämpfe von Anfang an. Mit seiner Spezialtechnik, dem Seoi-otoshi (Schulterseitwurf) und nachfolgendem Kesa-gatame (seitlicher Haltegriff) sammelte er große Wertungen wie den Waza-ari oder den Ippon. Nur gegen den späteren Champion musste sich der Bassener geschlagen geben und wurde Vizemeister.

Stolz reisten das Quartett sowie ihr Trainer und Betreuer Michael Harms zurück. Dieses Ergebnis rundet das bisher erfolgreiche Wettkampfjahr des TSV Bassen eindrucksvoll ab und lässt alle positiv in das kommende Jahr schauen.

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