Bassener Kapitän wird im Derby gegen Achim beim 3:1 zweimal im 16er gefoult und trifft vom Punkt

Budelmann widerlegt Elfer-Weisheit

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Bassens Heiko Budelmann strafte gestern alle Elfer-Weisheiten Lügen und traf als Gefoulter selbst vom Punkt.

Bassen/Achim - Von Frank von Staden. Einen Riesensatz aus dem Tabellenkeller heraus machte gestern Nachmittag Fußball-Bezirksligist TSV Bassen, der durch einen verdienten 3:1 (1:0)-Erfolg im Derby gegen den 1. FC RW Achim von Rang 14 auf Platz neun sprang und damit die Blickrichtung wieder nach oben justieren darf. Die Achimer indes tragen weiter die Rote Laterne als Schlusslicht.

Beide Übungsleiter waren sich nach einem robust aber sicherlich nie unfair geführten Spiel einig, dass der Sieg der Hausherren auch in der Höhe absolut verdient war. „Wir müssen ja zur Halbzeit schon deutlich führen“, erklärte da später Bassens Coach Marco Holsten, der dann auch nur die mangelnde Chancenverwertung seines Teams an den Pranger stellen musste. Sein Pendant Costas Efeoglu indes haderte wieder einmal mit den individuellen Fehlern seiner Hintermannschaft: „Bei allen drei Gegentoren haben wir aber mal richtig mitgeholfen. Zwei Elfmeter gegen uns sagen da schon alles. Schaffen wir es nicht, uns 90 Minuten zu konzentrieren, wird es schwer, die Klasse zu halten. Aber wir arbeiten weiter, werden nicht aufgeben!“

Zwei Spieler drückten dieser Partie vor allem ihren Stempel auf. Und beide kamen aus dem Bassener Lager. So hielt Keeper Tim Kettenburg in einer Sturm- und Drangphase der Gäste zwischen der 55. und 75. Minute seinem Team den Rücken frei. Und Mannschaftsführer Heiko Budelmann sorgte nicht nur im Spielaufbau für Ordnung, sondern widerlegte auch eine alte Strafstoß-Weisheit, dass der gefoulte nicht selber schießen sollte. Zweimal wurde der „Kapitano“ im 16er von den Beinen geholt (29./75.), beide Mal übernahm er Verantwortung und verwandelte cool zum 1:0 und 3:1. „Ich war mir eben sicher“, erklärte da Budelmann später lapidar.

Dass es für die Platzherren kurzfristig noch einmal eng wurde, lag einzig und allein daran, dass die Grün-Roten einfach zu schlampig mit ihren Tormöglichkeiten umgingen. Zwar gelang Florian Thiel nach feinem Zuspiel des eingewechselten Michel Wülbers-Mindermann das scheinbar vorentscheidende 2:0 nach 53 Minuten, doch mit dem Anschlusstreffer von Aykut Kaldirici nach Tuncel-Freistoß witterte das Tabellenschlusslicht noch einmal Morgenluft. Letztlich aber boten sich den Gastgebern mehr Chancen, um den Sieg noch höher zu gestalten. Die beste ließ dabei Florian Thiel aus, der einen viel zu kurzen Rückpass erlief, diesen aber per Heber neben das Tor setzte (81.).

Doch wer weiß, welchen Verlauf die Partie genommen hätte, wenn die Gäste in Führung gegangen wären. So haderten die Achimer vor allem in der 23 Minute mit Schiedsrichter Thilo Bade (Tostedt), als er einen Treffer von Nüsret Yüksel wegen angeblicher Abseitsstellung nicht anerkannte.

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