Keeper verschuldet 0:3 –

Reiter reißt Bassen endgültig runter

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Bis hier hin und nicht weiter: So wie in dieser Szene Aboubacar Bamba (am Ball) vom Bassener Dennis Wiedekamp gestoppt wurde, kamen die Verdener vor der Pause nicht durch. Das änderte sich nach dem Wechsel – und führte zu einem 4:0.

Verden - Von Ulf von der Eltz. Am Ende rückte selbst bei einem Freistoß in den Strafraum kein Spieler mehr nach – die Fußballer des TSV Bassen ergaben sich praktisch in ihr Schicksal.

Chancenlos ging die Bischoff-Elf am Sonntagabend im Bezirksliga-Derby beim FC Verden 04 letztlich mit 0:4 (0:1) unter. „Völlig verdient, wir haben in der zweiten Halbzeit zu viele individuelle Fehler produziert und damit Verden mit den starken Stürmern in die Karten gespielt“, resümierte der enttäuschte Trainer Uwe Bischoff.

Klar, dass sein Gegenüber Sascha Lindhorst wesentlich zufriedener dreinschaute – obwohl sich seine Schützlinge vor der Pause ungeheuer schwergetan hatten: „In der zweiten Hälfte haben wir viel besser in die Tiefe gespielt und sind damit hinter die Bassener Linie gekommen. Die Kombinationen waren viel sicherer, damit bin ich einverstanden.“

Die ersten 45 Minuten ergaben für die Fans kaum spektakuläre Szenen – aus zweierlei Gründen: Zum einen hielten die Grün-Roten ihre Abwehr zusammen, wirkten über weite Phasen technisch versierter. Richtige Gefahr vor dem FC-Tor konnten sie jedoch nicht heraufbeschwören. Der Favorit besaß zu wenig Bewegung in den Aktionen, ließ sich zu langen Diagonalschlägen hinreißen, die nicht von Erfolg gekrönt waren. Denn auf den Außenpositionen wurde kaum energisch genug nachgerückt. So schien alles auf ein langweiliges 0:0 zur Pause hinauszulaufen – bis sich Bassen einen ersten richtigen Fehler erlaubte. Innenverteidiger Daszenies verlor die Kugel in der Vorwärtsbewegung an den prima nachsetzenden Patrick Zimmermann, dessen Zuspiel nutzte Jonas Austermann abgeklärt zum 1:0 für die Allerstädter (39.).

Im zweiten Abschnitt wollte der Gast mehr für die Offensive tun, ließ dem Kontrahenten dadurch mehr Räume. Und die nutzte Verden nun dank wesentlich höherer Laufbereitschaft clever aus. Setzte Maximilian Schulwitz einen ersten Schuss noch zu hoch an (47.), war sein zweiter Versuch erfolgreich: Einen starken Pass von Kato Tavan vollendete der Sturmführer flach zum 2:0 (56.).

Sollten die Bassener Fans noch ein bisschen auf eine Wende spekuliert haben, nahm ihnen – und seinen Mitspielern – ausgerechnet Torhüter Sinan Reiter den letzten Mut. Einen eher harmlos vor den Kasten geschlagenen Freistoß des agilen Offensivmannes Amer Özer ließ der Schlussmann über die Finger rutschen – 3:0 (71.). Wieder ein schwerer Torwartfehler unter dem Flutlicht auf dem Verdener Kunstrasen, das den Männern im Kasten nicht zu liegen scheint. Auch ohne diesen Fauxpas, der sie endgültig runter riss, wären die Grün-Roten chancenlos geblieben.

So ergaben sich in der Endphase des Derbys noch mehrere Hochkaräter für den Spitzenreiter, die zu einem höheren Debakel für den Gast hätten führen können. Aber der FC ließ Gnade walten, nur Schulwitz legte einen weiteren Treffer zum 4:0 drauf (80.). Allerdings spiegelte der noch einmal symbolhaft das Geschehen in der zweiten Halbzeit wider. Kai-Lennart Wessel schlug die Kugel blind in die Mitte, wo der aggressive Zimmermann hellwach war und sofort den Klasse-Pass auf den zweifachen Torschützen spielte. „Beide zeigten vorne ihre Klasse“, musste Bischoff neidlos anerkennen. Und FC-Coach Lindhorst blies ins gleiche Horn: „Paddy hat heute wirklich sehr gut gespielt. Alle anderen in der zweiten Halbzeit auch. Da hat Amer Özer mit seiner Technik zur Belebung beigetragen.“ Wermutstropfen: Steen Burford schied zur Pause mit Achillessehnenverletzung aus.

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