Bassen unterliegt am Montag Heeslingen mit 0:3 / „War kein Platzverweis“ / Thiels Riesenchance

Moffats frühe Rote Karte Gift

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Mit vereinten Kräften stoppen hier Fabian Thiel, Mark Moffat, Dennis Wiedekamp und Mirko Lüders (v.r.) den Heeslinger Daniel Grimm. Bassens Keeper Christian Rathjen ist ebenfalls in höchster Alarmbereitschaft.

Bassen - Von Frank von Staden. Sie hatten die Partie schon im Vorfeld als Bonusspiel deklariert, boten dem Tabellenführer auch tapfer 30 Minuten lang die Stirn. Dann aber machte der Unparteiische Mario Bernhardt (Wienhausen) dem Underdog ein Strich durch die Rechnung, stellte zur Überraschung aller Kapitän Mark Moffat nach einem Schubser gegen Daniel Grimm vom Platz. Damit war der Weg für den Heeslinger SC beim Landesliga-Aufsteiger TSV Bassen frei, am Ende siegte der Gast verdient mit 3:0 (1:0).

„Natürlich hatten wir unser Soll durch die Siege in Celle und in Osterholz schon erfüllt. Doch haben wir uns schon eine kleine Chance gegen die Heeslinger ausgerechnet. Dass wir dann durch zwei Entscheidungen verlieren müssen, die alles andere als zu unseren Gunsten ausgelegt wurden, ist schon bitter“, konnte sich nach dem Abpfiff Bassens Mittelfeldrenner Heiko Budelmann nur schwer zurückhalten. Für Heeslingens Coach Wojciech Bobrowski nur zu verständlich: „Denn das war auch für mich nie und nimmer eine Rote Karte. Der Ball war viel zu weit weg. Das tut mir für die Bassener wirklich Leid. Denn danach war klar, dass es für sie gegen uns immer schwerer werden würde!“ Zumal auch eine weitere Aktion die Hausherren enorm in Rage brachte. Denn beim 1:0 (44.) durch Grimm rammte der Stürmer Bassens Keeper Christian Rathjen vehement im Fünfer weg und konnte so per Kopf die Weichen auf Sieg stellen. Zwar wehrten sich die Grün-Roten in der Folge tapfer, konnten aber die Treffer durch Kevin Rehling per Kopf nach Freistoß und abermals Grimm im zweiten Abschnitt nicht verhindern.

„Spielen wir elf gegen elf, wird es für Heeslingen schwer. Denn wirklich gute Ideen hatten sie nicht, uns zu knacken. Doch in Unterzahl und mit dem Spiel zwei Tage zuvor in Osterholz in den Knochen war dann nichts mehr zu machen. Nutzen wir allerdings unsere guten Chancen und gehen vielleicht in Führung, wäre auch Heeslingen ins Schwitzen gekommen“, war auch Bassens Coach Marco Holsten der Frust ob der beiden zweifelhaften Entscheidungen anzumerken. Aber auch er ließ sich wie schon Budelmann zu keinen bösen Worten hinreißen: „Der eine pfeift so, der andere so. Diesmal gab es eben wieder den Tabellenführerbonus!“

Die Chancen, die Holsten da ansprach, waren wahrlich nicht ohne. So hätte Goalgetter Florian Thiel seine Farben eigentlich in Führung bringen müssen, als er nach feinem Konter alle Abwehrbeine ausgetanzt hatte, letztlich aber aus elf Metern an Keeper Jannis Trapp scheiterte (13.). Kurz vor dem Platzverweis fand Dennis Wiedekamp nach Ecke in Trapp seinen Meister. Und als dann David Hennig wenige Minuten nach der Pause nach feiner Kombination aus fünf Metern ebenfalls den HSC-Schlussmann nicht überwinden konnte, schwand so langsam der Glaube bei den Gastgebern, die aber nie aufsteckten und bis zum Abpfiff alles versuchten, um erhobenen Hauptes den Platz verlassen zu können. Holsten: „Mund abputzen, weiter machen!“

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