TSV Bassen spielt beim 0:1 gegen Osterholz eine völlig gebrauchte erste Hälfte

„Das Glück haben wir letzte Woche wohl aufgebraucht“

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Liefert sich in dieser Szene mit Osterholz’ Torschütze Matthias Märtens ein Laufduell: Bassens Kevin Sammann.

Bassen - Von Frank von Staden. Eine völlig desolate Vorstellung im ersten Durchgang sorgte gestern dafür, dass Landesliga-Aufsteiger TSV Bassen seine erste Pleite in der noch jungen Saison einstecken musste. So verloren die Grün-Roten verdient gegen einen alles andere als glanz- und druckvoll aufspielenden VSK Osterholz-Scharmbeck mit 0:1 (0:1). Das Tor des Tages erzielte Matthias Märtens per 20-Meter-Freistoß bereits in der siebten Minute.

Und der Treffer war mehr als kurios. Denn während die Hausherren noch akriebisch die Mauer aufbauten, zog Märtens einfach ab. Sämtliche Proteste der Platzherren ließ der Unparteiische danach an sich abprallen. „Er dachte, wir wollten keine Mauer stellen und hat den Ball ohne Pfiff freigegeben. Ein Unding! Seit wann wird bei solch einer Distanz keine Mauer gestellt?“, echauffierte sich da später Bassens Routinier Mirko Lüders, der gestern als einer der ganz wenigen Bassener an seine Normalform heranreichte und sich mit aller Macht gegen die Niederlage stemmte.

Vor allem im ersten Abschnitt präsentierten sich die Grün-Roten wie ein Kreisligist. Da wurden höchstens zehn Prozent der Zweikämpfe gewonnen, fand das zentrale Mittelfeld überhaupt nicht statt und fand kaum einmal ein Pass zum Mitspieler. Aber auch jede Idee, die den Bassenern in diesen katastrophalen 45 Minuten in den Sinn kam, war die falsche. „Ja“, musste dann später auch TSV-Co-Trainer Uwe Rechten einräumen, „diese erste Hälfte war die schlechteste, die wir je gespielt haben. Nach der Pause haben wir es dann besser gemacht, haben alles versucht. Zumindest deshalb kann ich meiner Mannschaft keinen Vorwurf machen. Aber es ist wohl so, dass wir das nötige Glück bereits in der letzten Woche aufgebraucht haben!“ Dabei dachte Rechten nicht nur an die Umstände, die zum 0:1 führten, sondern sicher auch an die einzige Großchance der Platzherren, als Fikret Karaca aus acht Metern hauchzart das Osterholzer Gehäuse verfehlte. Allerdings wäre das sicherlich des Guten zuviel gewesen. Denn gefährlicher und strukturierter wirkte der Gast, der zwar nach der Führung nicht zwingend auf das zweite Tor spielte, aber im Spiel nach vorn doch ein Ideenplus aufweisen konnte. „Spielerisch sah das bei uns besser aus als bei den Bassenern. Wichtig war, dass wir defensiv gut standen und einige Nadelstiche setzen konnten. Wir trainieren derzeit viermal die Woche – das macht sich so langsam bezahlt. Aber es ist sicher so, dass diejenigen Teams, die in dieser Liga kaum etwas zahlen können, von Beginn an um den Klassenerhalt kämpfen. Wir und auch Bassen gehören dazu“, konstatierte nach dem Abpfiff Osterholz’ in Etelsen wohnender Übungsleiter Dominik Voglsinger. Bassens Mark Moffat schloss dann ab: „Klar war das heute schlecht – aber wir haben sieben Punkte nach vier Spieltagen als Aufsteiger. Jetzt heißt es Mund abputzen und daraus lernen!“

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