Nach der denkwürdigen 1:9-Klatsche des Fußball-Landesligisten TSV Ottersberg in Bornreihe

Barten: Wie lange tut er sich das noch an?

Mike Barten versucht derzeit an jedem Stellknopf zu drehen, damit am Ende dieser Saison für den TSV Ottersberg der Landesliga-Klassenerhalt steht.
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Mike Barten versucht derzeit an jedem Stellknopf zu drehen, damit am Ende dieser Saison für den TSV Ottersberg der Landesliga-Klassenerhalt steht.

Eines ist schon jetzt definitiv klar: Dieses Engagement beim Fußball-Landesligisten TSV Ottersberg wird zu einem der größten Highlights im Trainerleben des Ex-Profis Mike Barten avancieren – zum absoluten Negativ-Highlight!

Ottersberg – Das 1:9 am Sonntag beim SV BW Bornreihe, ein Spiel, das eigentlich Derbycharakter hat und in dem es in der Vergangenheit immer knisterte, es selten aufgrund seiner Brisanz einen klaren Favoriten gab, es hat sichtliche Spuren beim Ottersberger Landesliga-Coach Mike Barten hinterlassen. Auch am Dienstag wirkte der einstige Fußball-Profi vom SV Werder Bremen, der mit viel Euphorie sein Amt zu Saisonbeginn antrat, geschockt, präsentierte sich regelrecht desillusioniert. „Wenn man als Fußballer völlig andere Ambitionen hat, ist so etwas nur sehr, sehr schwer zu verarbeiten. Das 1:9 tut richtig weh. Bornreihe hat uns in allen Belangen auseinandergenommen. Sie haben schnell bemerkt, wie es um uns bestellt ist. Wir waren angeknockt und das hat Bornreihe gnadenlos ausgenutzt, hat sich an unserer Hilflosigkeit geweidet! Und ohne Leon Seeger im Tor wäre das Ergebnis ja noch krasser ausgefallen“, so der 47-Jährige.

„Dieses Ergebnis tut richtig weh“

Letztlich aber ist dieses Ergebnis auch eine logische Folge dessen, wie es im Grunde seit dem Saisonstart um den TSV Ottersberg bestellt ist. Denn Landesliga-Niveau besitzt das Team, das aus den verschiedensten Gründen einen hohen personellen Aderlass verkraften musste, derzeit in keiner Weise. Spielerisch nicht, kämpferisch nicht – und mental schon gar nicht. Natürlich will der Trainer auch nach dem Debakel nicht schon wieder die verbale Keule schwingen. Die Frage ist aber dennoch erlaubt: Wie lange tut sich das Barten noch an? „So lange, bis ich etwas Neues finde“, gab er schon bei seinem Amtsantritt zu Protokoll.

Ein dunkler Fleck im Trainer-Lebenslauf

Nur weiß auch der Bremer zu genau, dass dieses Jahr einen dunklen Fleck auf seinem fußballerischen Lebenslauf hinterlassen wird. Denn immer, wenn es bei einer Mannschaft nicht läuft, wird auch der Trainer infrage gestellt. Barten kennt die Mechanismen: „Die, die die Umstände hier nicht durchblicken, müssen sich zwangsläufig fragen: Was trainiert der da eigentlich?“ Dennoch gibt sich Barten wie ein echter Vollprofi, sagt: „Es geht doch in dieser Situation gar nicht um mich. Und auch nicht um die Mannschaft. Es geht einzig und allein um den TSV Ottersberg! Wir müssen gehörig aufpassen, dass nicht etwas kaputt geht, das hier in vielen Jahren mühevoll und mit viel Herzblut aufgebaut wurde.“

Zwei ganz wichtige Nachholspiele

So steht der Wümme-Klub mit Beginn der Abstiegsrunde am Scheideweg. „Wir haben jetzt noch zwei unglaublich wichtige Nachholspiele gegen Cranz und Stade. Wenn wir die gewinnen, gehen wir schon einmal mit 13 Punkten ins kommende Jahr. Die könnte uns keiner mehr nehmen“, weiß der Coach um die Wichtigkeit der zwei Aufgaben, die noch vor der Winterpause anstehen.

Doch weiß das auch die Mannschaft?

Neue Spieler müssen her

Fakt ist, dass der TSV Ottersberg in der Winterpause auf dem Personalmarkt zum Handeln gezwungen ist. Es müssen dringend neue Spieler mit Landesliga-Format, Potenzial und höherklassiger Erfahrung an den Verein gebunden werden.

Egal wie, egal mit welchen (finanziellen) Mitteln.

Von Frank Von Staden

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