3:0 – Badens Volleyballer festigen gegen Hildesheim Regionalligaplatz zwei

Erst ein Feueralarm ruft den TVB-Fight-Club auf den Plan

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Stefan Baum (12) feierte gestern mit seinem TV Baden im Hit gegen Verfolger Hildesheim ein klares 3:0. Fotos (2): von Staden

Baden - Von Frank von Staden. „Das geht in die Badener Volleyball-Geschichte ein“, orakelte da Achims zuschauender Bürgermeister Rainer Ditzfeld mit einem breiten Grinsen. Und dabei spielte er nicht nur auf die Leistung des Regionalligisten an, die dieser am Sonntag beim klaren 3:0 gegen den Verfolger und Tabellendritten MTV 48 Hildesheim abrief. Denn aufgrund eines Feueralarms Mitte des zweiten Satzes drohte die Begegung kurzfristig abgebrochen zu werden.

Punkt 16.43 Uhr musste dabei irgend ein „Held“ den Alarmknopf in der Halle gedrückt haben, der die ohrenbetäubende Sirene in der Lahofhalle auslöste. Zu diesem Zeitpunkt lagen die Gäste, die den Hausherren bis dahin alles abverlangt hatten, mit 15:13 in Front. Die Unparteiischen unterbrachen daraufhin die Partie und öffneten den Gastgebern ein Zeitfenster bis 18 Uhr, um den Lärm einhalt zu gebieten. Allerdings gelang es dann erst der alamierten örtlichen Feuerwehr unter großem Gejohle der zahlreichen Zuschauer, den „magischen“ Knopf zu finden, der um 17.17 Uhr dafür sorgte, dass die Partie wieder angepfiffen werden konnte. Da schüttelte dann auch Badens Coach Peter-Michael Sagajewski später nur den Kopf: „Das hab ich noch nie erlebt. Eine Halle unter Wasser, ja. Aber Feueralarm?“ Nun, den Hausherren kam diese Zwangspause letztlich ganz gelegen. Denn quälten sie sich schon durch den ersten Satz mit einigen leichten Fehlern und dominierte diesen nur äußerst knapp mit 28:26, so kamen die TVB-Youngster auch in Abschnitt zwei lange nicht so recht aus der Hüfte, wirkten in viele Aktionen noch etwas zu verkrampft und steif. „Ja“, befand dann auch Trainer-Sohn Ole Sagajewski nach dem Abpfiff, „uns hat diese Pause irgendwie geholfen, Hildesheim indes hat sie aus dem Tritt gebracht. Zuvor haben wir fast so gespielt wie vor zwei Wochen, als wir gegen Lüneburg einfach kaum was gebacken bekommen haben!“ So eröffnete Artem Tscherwinski mit dem 14:16 den Badener Fight-Club. Denn von nun an kämpften die Hausherren um jeden einzelnen Punkt, fingen an sich an der eigenen Leistung zu berauschen und zwangen die Hildesheimer zu immer mehr Risiko und damit zu immer mehr Fehler. „Ab jetzt waren wir wirklich gut im Geschäft. Zuvor hatten wir sicher etwas Glück, da haben mir die vielen Fehler eine Himmelangst gemacht. Doch wir haben die Nerven bewahrt und danach im Kollektiv eine starke Leistung abgerufen“, lobte der Badener Trainer, der dann das 25:23 im zweiten Abschnitt durch Ole Seuberlich bejubeln durfte.

„Im dritten Satz dann haben wir schnell gemerkt, dass Hildesheim nicht mehr so recht an sich geglaubt hat“, versuchte Ole Sagajewski den doch schnellen Schlussspurt zu erklären. Spätestens bei Sergej Stankes 13:8 scherten die Badener im Eiltempo auf die Siegerstraße ein.

Damit ist dem TV Baden vor dem letzten Saisonspiel bei 1860 Bremen (13. März, 16 Uhr) Relegationsplatz zwei nicht mehr zu nehmen. Ob der allerdings etwas Wert ist, steht noch nicht fest. Zwar wird es ein Aufstiegsspiel gegen den Zweiten der West-Staffel geben. Doch erst, falls ein Team aus der 1., 2. oder 3. Liga zurückziehen sollte, wird der Sieger dieser Relegation als Zusatzaufsteiger nachrücken können.

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