Volleyballer wird Mittwoch operiert

Badens Ole Sagajewski unters Messer

Nur in der Zuschauerrolle: Ole Sagajewski fällt bei Volleyball-Zweitligist TV Baden nach der bevorstehenden Knie-Operation wohl weitere drei Monate aus.
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Nur in der Zuschauerrolle: Ole Sagajewski fällt bei Volleyball-Zweitligist TV Baden nach der bevorstehenden Knie-Operation wohl weitere drei Monate aus.

Baden – Seit dem 2:3-Drama gegen den Kieler TV am 10. Oktober fällt Ole Sagajewski mittlerweile wie berichtet mit Knorpelschaden im linken Knie aus – die Hoffnungen auf eine baldige Rückkehr in die Mannschaft des Volleyball-Zweitligisten TV Baden haben sich nun endgültig zerschlagen. Für den 22-Jährigen entwickelt sich sozusagen das nächste Drama, am Mittwoch muss er sich unters Messer begeben. „Ja, ich werde in Hamburg operiert“, bestätigte der Jura-Student am Montag auf Nachfrage dieser Zeitung.

Für den Außenspieler des Kernebeck-Teams dürfte das bedeuten, dass er nach dem Eingriff mindestens drei Monate nicht aufs Parkett darf. „Und dann könnte es weitere vier Wochen dauern, bis ich meine alte Spielstärke zurückhabe“, blickt Sagajewski einer langen Leidenszeit entgegen. Dabei würde den Badenern seine Mithilfe äußerst guttun, befinden sich nach jetzt fünf Niederlagen am Stück doch mitten im Abstiegskampf. Das 0:3 vom Sonntag beim TuS Mondorf führte ihnen diese Tatsache klar vor Augen. Bekanntlich fehlte dort auch noch Ole Seuberlich, der Diagonalspieler hat nach seiner Schleimbeutel-Entzündung erst wieder mit Training begonnen.

Für Ole Sagajewski ergab das Gespräch bei Dr. Johannes Holz in Hamburg die Entscheidung für eine Operation. „Nach den MRT-Bildern aus Bremen hat sich die Meinung verfestigt, dass eine softe Lösung nicht mehr helfen wird“, erläutert der Sohn des TVB-Managers Peter-Michael. Auf den Hamburger Arzt waren die Badener durch einen Bericht im Volleyball-Magazin gestoßen. „Er bringt sehr viel Erfahrung mit der erfolgreichen Behebung von Knorpelschäden mit. In der Unterredung hatte ich den Eindruck, bei Dr. Holz gut aufgehoben zu sein“, legt Sagajewski junior seine ganzen Hoffnungen in den bevorstehenden Eingriff.

„Keine softe Lösung bei mittelgroßem Schaden“

Eine softere Lösung wie zum Beispiel das  Spritzen von Hyaluron wurde verworfen, „weil dazu einfach auch zu wenig Knorpel in meinem Knie vorhanden ist. Ein mittelgroßer Schaden also.“ Der Abnutzungsprozess zeige halt seine Auswirkungen. Vor dem MRT-Team war das Problem von den Physiotherapeuten in Schach gehalten, nun aber zu heftig geworden. Zumindest handele es sich nicht um den schlimmsten Fall, bei dem sogar eine Knorpeltransplantation durchgeführt werden müsste.

Ab Donnerstag heißt es nun erst mal, das linke Bein sechs Wochen lang völlig ruhig zu halten. „Ich kann an einem Terraband ziehen, um meinen Oberkörper zu trainieren. Ist aber auch nicht so einfach, wir müssen da zusammen mit den Physios irgendetwas hinpuzzeln“, weiß der Patient noch nicht genau, wie der Plan aussieht. Nach zehn bis zwölf Wochen kann erst wieder mit dem Training fürs Bein begonnen werden. Der Außenspieler: „Aber auch das ist nicht fix, es hängt wie immer vom Heilungsprozess ab. Ich hoffe, dass ich die angepeilte Marke von drei Monaten für die Rückkehr einhalten kann.“

Natürlich eine unangenehme Situation für den 22-Jährigen: „Ist schon blöd. Trotz der Corona-Pandemie und den anderen Bedingungen will man ja die Saison in der 2. Liga so gut es geht spielen.“ Ein Drama halt für Sagajewski.

Von Ulf Von Der Eltz

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