Stadt will Halle für Volleyballer erst am 2. Juni öffnen / Hundekot verunreinigt Beachanlage

Der TV Baden und die drei Fragezeichen

Die Beach-Saison haben die Volleyballer derzeit noch nicht abgeschrieben. Die Anlage am Badener Lahof wäre nach der Freigabe der niedersächsischen Politik durchaus nutzbar, doch kommt sie momentan vor allem durch Hundehinterlassenschaften noch völlig verdreckt daher. Nach einem Hechter in den weichen Sand dürfte da Badens Zweitliga-Spieler Jan-Henrik Radeke (r.) wohl eher nicht zumute sein.   Fotos (2): von Staden

Baden - Von Frank Von Staden. Sie scharren mit den Hufen, doch momentan kocht bei den Volleyballern des TV Baden alles noch auf absoluter Sparflamme. Zwar gab das Land Niedersachsen seit Montag auch für den Indoor-Sport unter Einhaltung der vorgegebenen Regeln wieder grünes Licht, „doch die Stadt Achim hat uns mitgeteilt, dass es für uns höchstwahrscheinlich erst am 2. Juni in den Turnhallen wieder losgehen darf“, sagt da Badens Zweitliga-Manager Peter-Michael Sagajewski und zuckt auf die Frage nach dem Warum nur mit den Schultern. Der Volleyball-Funktionär fügt dann aber an: „Es heißt, es sollen erst alle Vereine der Stadt angeschrieben werden. Das dauert scheinbar!“

Was Sagajewski aber nicht als Kritik wissen will. Alles braucht eben seine Zeit in dieser Corona-Krise, in der sich Regeln und Vorschriften fast täglich ändern. „So ist der 2. Juni dann durchaus okay. Wir werden jetzt alles so vorbereiten, damit unser Coach genügend Vorlauf hat, um dann unter Einhaltung der Vorgaben ein optimales Trainingsprogramm zu erstellen“, sagt der Manager, der hofft, dass dann auch drei Spieler zum Auftakt erscheinen, „die Kandidaten für die Akte Neuzugänge sein könnten.“ Nachdem die Badener bereits den jungen und zweitligaerfahrenen Bassener Zuspieler Benedikt Gerken von der Ausbildungsakademie VCO Berlin loseisen konnten und zudem aus der Reserve fest Außenangreifer Balint Bencsik hochgezogen haben (wir berichteten), könnten jetzt also durchaus weitere folgen. Dabei soll es sich um Akteure handeln, die bereits höherklassig aktiv waren und Zweitligaerfahrung mitbringen.

Auf zwei Spieler des alten Kaders muss Trainer Werner Kernebeck allerdings in Zukunft verzichten. Zum einen zieht es, wie bereits vermeldet, Lewin Probst zurück in die Oberliga, wo er wieder ein fester Bestandteil des TV Baden II werden wird. Zum anderen hat auch der Norditaliener Alessandro Blasi nach seiner Stippvisite den Zweitligisten wieder verlassen. Der Zuspieler will in den kommenden Monaten sein ganzes Augenmerk auf seine berufliche Ausbildung legen und absolviert seit kurzer Zeit bereits ein Industriepraktikum in München. „Natürlich ist der Weggang von Alessandro ein großer Verlust – sportlich wie auch menschlich. Doch mit ,Bene’ haben wir da ja quasi einen 1:1-Ersatz“, wischt da Sagajewski einen Qualitätsverlust sofort vom Tisch.

Ein drittes Fragezeichen müssen die Badener nach dem derzeit noch nicht offiziell bestätigten Hallenstart und weiteren Neuzugängen auch noch hinter die Beachsaison setzen. So hofft der Achimer Stadt-Klub immer noch die NWVV-Meisterschaften der U16/17 am 20./21. Juni im heimischen Sand am Lahof ausrichten zu können. Darauf angesprochen, richten sich bei Peter-Michael Sagajewski aber gleich mal die Nackenhaare auf. Grund: „Übertrieben gesagt, versinkt unsere Anlage derzeit regelrecht im Hundekot. Da dort seit längerem ja kein Sport mehr betrieben wird, lassen die Hundebesitzer ihre Vierbeiner frei herumlaufen. Und die verrichten ihr Geschäft vornehmlich in unseren Sandkästen. Das aber werden wir nicht mehr so hinnehmen. In Zukunft werden wir vermehrt unsere Handys zücken und Fotos machen. Gegebenenfalls werden wir Uneinsichtige anzeigen. Ich habe nichts gegen Hunde, bin ja selbst Hundehalter. Doch was da gerade auf dem Lahof abgeht, geht gar nicht. Ich hoffe, dass die Stadt wie versprochen zeitnah reagiert!“ Dabei schwebt dem Manager und gleichzeitigen Trainer der 2. Herren eine Umzäunung der Beachplätze vor.

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