Verdener sieht wenig FC-Fortschritt

Azadzoy sofort weg – dafür kommt Koltonowski zum TBU

Hat nächste Saison beim TB Uphusen den Ball im Blick: Sebastian Koltonowski kehrt vom FC Verden 04 zurück. J Foto: Bogner

Uphusen - Von Ulf von der Eltz. Fußball-Oberligist TB Uphusen findet keine Ruhe: Nach dem überraschenden Ausstieg von David Airich vor der so wichtigen Partie in Uelzen (wir berichteten) und der dortigen 0:1-Pleite kommt es jetzt zur sofortigen Trennung von Mustafa Azadzoy. „Es gab interne Differenzen, die eine weitere Zusammenarbeit nicht möglich machen. Wir danken ihm für sein Engagement“, erklärte Markus Nesemann am Mittwoch.

M. Azadzoy

Der Teammanager hatte aber auch eine positive Nachricht parat: Sebastian Koltonowski kehrt nach zwei Jahren beim FC Verden 04 zur neuen Saison an den Arenkamp zurück. Da liest es sich wie eine Randnotiz, dass sich die Uphuser auch von Athletiktrainer Jan Broszeit, bis zur Winterpause noch Co-Trainer von Coach Dennis Offermann, getrennt haben. „Jan wäre im Sommer ohnehin gegangen. So halten wir in den nächsten Wochen Dennis und Co-Trainer Mike Gabel den Rücken frei“, erläuterte Nesemann. Unterdessen wollte Mustafa Azadzoy ebenso wie der Club keine schmutzige Wäsche waschen und bestätigte auf Nachfrage dieser Zeitung lediglich interne Differenzen. „Ich habe die drei Jahre in Uphusen genossen und gerne beim TBU gespielt. Jetzt will ich aber andere Wege einschlagen“, sagte der Mittelfeld-Stratege, der weiter in Bremen studiert und in Delmenhorst wohnt. Nur soviel ließ sich der afghanische Nationalspieler über seine Zukunft entlocken: „Mich zieht es in den Westen Deutschlands. Ich werde dort bei einem Verein mittrainieren, mir alles anschauen und mich dann entscheiden.“

Mit der Zukunftsplanung ist Sebastian Koltonowski indes fertig, seine Zusage am Arenkamp gilt auch für den Fall des Abstiegs in die Landesliga. Wobei der 31-Jährige keinen Hehl daraus macht, dass er bereits im vergangenen Jahr mit Wechselgedanken schwanger gegangen war: „Ich wollte schon damals weg, aber nach dem Aufstieg in die Landesliga konnte ich die Verdener nicht im Stich lassen. Nachdie Klasse jetzt gesichert sein sollte, kann ich diesen Cut machen und alles so hinterlassen, wie es sein sollte.“

Zwei Gründe geben für den Mittelfeld-Mann den Ausschlag. Zum einen sei der zeitliche Umfang mit den ständigen Fahrten vom Wohnort Bremen an den Hubertushain zu groß geworden. „Und nach dem Aus von Coach Ziad Leilo musste auch ich zu viel in die Trainingsarbeit stecken. Da litt die Konzentration aufs Spielen erheblich.“ Darüber hinaus sieht Koltonowski wenig Fortschritt beim FC: „Es wurden keine vernünftigen Strukturen geschaffen, damit man weiterkommt. Das ist wie ein Kampf gegen Windmühlen.“ TBU-Teammanager Nesemann freut sich auf die Rückkehr: „Sebastian kennt die Leute hier. Riesig, dass die angenehmen Gespräche mit ihm und dem FC reibungslos über die Bühne gingen.“

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