Axel Sammrey sieht seine Situation beim TSV Ottersberg tiefenentspannt

„Was interessiert es mich, ob ich dann noch Trainer bin?“

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Gibt sich absolut tiefenentspannt trotz prekärer Situation: Axel Sammrey.

Ottersberg - Von Frank von Staden. Axel Sammrey wirkt derzeit als Trainer des Fußball-Oberligisten TSV Ottersberg so tiefenentspannt wie lange nicht mehr. Und das, obwohl sein Team in der Winterpause nochmals einen herben Aderlass von Spielern verkraften musste, der einen weiteren Qualitätsverlust im Team verursacht hat und so die Hoffnungen auf den schon in leichte Ferne gerückten Klassenerhalt (fünf Punkte Rückstand auf einen Nichtabstiegsplatz) weiter schrumpfen lässt.

„Dafür aber herrscht endlich wieder eine Harmonie in der Mannschaft, wie ich sie schon lange nicht mehr verspürt habe. Mit Sicherheit wurde in der Oberliga noch kein Trainer in der Winterpause vor solch eine Herkulesaufgabe gestellt, wie sie mir angetragen wurde, doch es macht unheimlich viel Spaß, diese zu meistern“, sagt der Übungsleiter, der nach dem Weggang von Routinier und Co-Trainer Benedetto Muzzicato (FC Oberneuland), Boris Koweschnikow (Bremer SV), Seung Hyun Kim (TuS Schwachhausen), Dennis Wiedekamp (TSV Bassen und Ahmed Leilo (FC Verden 04) sowie den verletzungsbedingten Ausfällen von Jonathan Schmude als auch Dennis Thüroff nun noch mehr auf das eigene A-Junioren-Team angewiesen ist. Gehörten Stürmer Egzon Prcani (laboriert an einem Kreuzbandriss), Dominik Rosenbrock, Niklas Falldorf als auch Lars Hamelmann sowie Jan Schröder schon zum festen Stammpersonal in der Hinrunde, werden zukünftig auch die U19-Akteure Philipp Bösch, Lukas Klapp und Lucas Leandro-Moreira noch schärfer ins Visier vom Trainer genommen werden.

Ob der dann allerdings den „Angriff der jungen Wilden“ auch in der kommenden Saison weiter vorantreiben kann – abwarten. Denn momentan gibt es aufgrund des vakanten Postens des 1. Vorsitzenden – derzeit leitet der 2. Vorsitzende Frank Schwarz die Geschäfte des eigenständigen Vereins TSV Ottersberg, Abteilung Fußball e.V. – gar keinen Entscheidungsträger, der, wie in den elf Jahren zuvor, im Februar bereits mit Sammrey die Verhandlungen aufnehmen könnte. Klärt der 58-jährige Coach auf: „Unsere Jahreshauptversammlung ist ja erst am 20. März. Bis dahin wird es sicherlich niemanden geben, der mit mir zusammen einen Haken für und hinter die nächste Saison machen kann. Ich gehe die ganze Situation aber ganz locker an. Am 30. Juni 2015 endet mein Vertrag. Wenn sich mit mir bis dahin keiner unterhält, läuft er eben aus und es ist Feierabend nach elfeinhalb Jahren. Damit hätte ich kein Problem. Ich hatte nur eines, als man mir kurz nach Beginn der Winterpause ein Messer von hinten reinrammen wollte! Doch das ist jetzt zum Glück vom Tisch.“ Damals ging Axel Sammrey aus einer vereinsinternen Revolte gegen seine Person als Sieger und vor allem gestärkt hervor.

Schon deshalb scheint der Übungsleiter momentan so entspannt zu wirken und sieht dem enorm schwierigen Endspurt im Run um den Oberliga-Klassenerhalt gelassen entgegen. Und so sagt er dann auch ganz frei heraus: „Was interessiert es mich, ob ich dann noch Trainer bin? Ich habe jetzt mit der Mannschaft ein Ziel vor Augen. Und das gehen wir gemeinsam mit aller Kraft an. Was am Ende dann herausspringt, werden wir sehen. Und ob ich dann weiterhin in Ottersberg trainieren werde oder dann woanders – völlig egal!“

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