Aufsteiger nach hart umkämpftem Erfolg über BSC BB Berlin Deutscher Meister

Dauelsens Bogenschützen schreiben Geschichte

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Das Bundesligateam des SV Dauelsen hat Geschichte geschrieben. Der Aufsteiger sicherte sich überraschend die Deutsche Meisterschaft, von links: Florian Kahllund, Sebastian Rohrberg, Holger Rohrbeck, Manuel Augner, Andreas Gerhardt, Christian Dauel. Hinten: Trainer Andreas Hehenberger und Physiotherapeutin Britta Hehenberger mit Sohn.

Dauelsen - „Das wird es so schnell nicht wieder geben“, ist sich Meistertrainer AndreasHehenberger, nach dem historischen Erfolg seines SV Dauelsen sicher. Erstmalig in der 18-jährigen Geschichte der „Bel-Etage“ des Bogensports gewann mit den Kreisverdenern ein Aufsteiger den begehrten Meisterspiegel des Deutschen Schützenbundes.

Schon von Beginn an zeigte sich, dass die Bundesligaendrunde als das hochklassigste Finale aller Zeiten in die Annalen eingehen würde. Sieben der acht Vereine begegneten sich nahezu auf Augenhöhe, sechsmal ging es in den fünften Satz und sechsmal war ein Stechen notwendig, um in den einzelnen Begegnungen den Sieger zu ermitteln. Das richtungsweisende Duell für den SV Dauelsen war das Auftaktmatch mit dem fünffachen Deutschen Meister, der Sgi Welzheim. Die Baden-Württemberger hatten sich den sechsten Titel auf die Fahnen geschrieben, wurden jedoch gleich kalt erwischt. Die Dauelser hatten nach fünf hart umkämpften Sätzen (59:58; 56:58; 58:60; 59:59; 59:56) im notwendigen Stechen mit 28:27-Ringen das bessere Ende auf ihrer Seite und behaupteten sich mit 6:5-Satzpunkten besiegt. Bereits im nächsten Duell buchten Sebastian Rohrberg, Holger Rohrbeck und Florian Kahllund frühzeitig das Halbfinale. Im Niedersachsenderby gegen den SV Querum (57:58; 58:56; 59:58; 58:52) behielt das Trio, wie schon so oft in dieser Saison, klar die Oberhand. Die einzige Niederlage für Verdens Stadtteilclub setzte es dann gegen die im Vorfeld als Meisterschaftsfavorit gehandelte FSG Tacherting (56:58; 57:56; 58:58; 55:57, 58:57) und auch hier ging es ins Stechen. Nachdem der erste Versuch mit 28:28 einen Gleichstand ergab und auch durch das Messen der Pfeile kein Sieger ermittelt werden konnte, wurde ein zweites Stechen angesetzt. Dieses gewannen die Bayern mit 30:28 und damit auch das Duell mit 6:5. Durch diese Niederlage und den gleichzeitigen Sieg des SV Querum gegen Welzheim wurde bei Punktgleichheit der niedersächsischen Clubs ein weiteres Stechen um den Gruppensieg notwendig. Aber auch dieses war mit 29:27 eine klare Angelegenheit für die Mannen von der Achimer Straße. Als letzte Hürde vor dem großen Finale wartete im Semifinale mit Sherwood BSC Herne ein weiterer Deutscher Meister. Auch gegen den Titelverteidiger mit Weltrekordhalter Carlo Schmitz ging es in die Verlängerung. Nach 5:5 (57:58; 59:59; 58:56; 60:57; 58:59) machten die Dauelser mit 29:28 ihre erst zweite Finalteilnahme perfekt.

Im Kampf um den Meisterspiegel warteten dann die im Vorfeld alles überragenden Bundeskaderathleten des BSC BB Berlin. Das für die Hallen-Europameisterschaft in Slowenien nominierte Trio war mit nahtlos weißer Weste ins Finale eingezogen. Das es dabei nicht blieb, dafür sorgten die an diesem Tag nervenstarken Dauelser. Nach dem 5:5 zogen sie in ihr sechstes Stechen ein und behielten abermals die Oberhand mit 29:27. Damit konnten sich die Hehenberger-Schützlinge als erster Aufsteiger in die Siegerliste eines Bundesligafinales eintragen und das mit einem Schnitt von 57,71 Ringen pro Satz auch mehr als verdient.

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