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TV Baden: Auf der letzten Rille ins Ziel

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Von: Frank von Staden

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Gegen Essen spielte Nick Sörensen vorerst zum letzten Mal einen Zweitliga-Ball in der Badener Lahofhalle.
Gegen Essen spielte Nick Sörensen vorerst zum letzten Mal einen Zweitliga-Ball in der Badener Lahofhalle. © von Staden

Das Ziel erreicht: Durch einen 3:1-Heimerfolg gegen den VV Humann Essen verabschieden sich Badens Volleyballer auf einem Nichtabstiegsplatz aus der 2. Bundesliga, die sie aufgrund großer Personalprobleme verlassen und zukünftig in der Regionalliga aufschlagen werden. Überragender Spieler in diesem Match war der junge David Weiß.

Baden – Es war viel Emotionalität im Spiel, als der 3:1-Erfolg über den VV Humann Essen und damit die fehlenden drei Punkte eingetütet waren, die den sportlichen Klassenverbleib der Badener Zweitliga-Volleyballer besiegelten. Als der letzte Ball geschlagen war, löste sich der gesamte Druck im Team – und gleichzeitig überkam Spieler, Funktionäre, all den fleißigen Helfern im Hintergrund und auch den zahlreichen Zuschauern etwas Wehmut. Denn nach dem angekündigten Rückzug in die Regionalliga (wir berichteten) war allen durchaus bewusst, dass die Badener Lahofhalle wohl für lange Zeit keinen Bundesliga-Volleyball mehr sehen wird.

Großer Dank an alle helfenden Hände

Schon deshalb bauten sich die Badener Aktiven vor der Tribüne auf, dankten so all denen, „die unseren Sport erst ermöglicht haben. Denn ohne die vielen helfenden Hände wäre dieser Leistungssport so nie auszuüben gewesen. Das war der Mannschaft trotz des Drucks, der zuvor auf ihr gelastet hatte und der viel Kraft gekostet hat, sehr wichtig auszudrücken“, zeigte sich Badens Coach Werner Kernebeck auch am Tag nach dem letzten Zweitliga-Heimspiel der Saison immer noch bewegt. Doch überwog auch in diesem Moment die Freude. Zum einen ob des eingefahrenen Sieges in einer Partie, „die sicherlich kein hochklassiges Zweitliga-Spiel war. Aber es lebte von der Emotionalität und der Spannung“, befand Kernebeck.

Sicherlich war das letztlich kein hochklassiges Zweitliga-Spiel. Aber es lebte von der Emotionalität und von der großen Spannung.

Werner Kernebeck, Trainer TV Baden

Zum anderen aber freute sich der Übungsleiter, der in den kommenden Tagen nun in sich gehen und über seine sportliche Zukunft nachdenken wird (O-Ton Kernebeck: „Zuvor habe ich daran nicht eine Sekunde lang nur einen Gedanken verschwendet!“), ganz besonders über die Auszeichnung seines jungen Mittelblockers David Weiß als besten Badener Spieler dieses Matches gegen Essen (MVP). „Er hat die Medaille absolut zu Recht erhalten. Das war aber auch so was von verdient! Das war für ihn die Bestätigung für seine abgerufene Leistung in den Monaten zuvor. David ist ein Spieler mit außergewöhnlichem Potenzial. Einer, der Dinge und Anregungen zur Leistungsverbesserung aufsaugt und versucht, diese sofort umzusetzen. Es macht mich ein wenig stolz, dass ich ihn für kurze Zeit formen durfte!“

Coach Werner Kernebeck hat in David Weiß einen gelehrigen Schüler gefunden.
Coach Werner Kernebeck hat in David Weiß einen gelehrigen Schüler gefunden. © vst

Das Spiel gegen Essen, es war vor allem geprägt von vielen Aufs und Abs beim TVB und vor allem auch von vielen Aufschlagfehlern der Gastgeber. Doch gerade diese Fehler bewiesen, wie hoch der Druck nach dem 2:3 tags zuvor gegen Berlin lastete. Kernebeck: „Da hat das Hirn angefangen, Faxen zu machen. Denn es hatte in diesen Momenten genügend Zeit zum Nachdenken. Erst ab dem dritten Satz wirkte alles gelöster. So haben wir es dann im Schlussspurt hinbekommen.“ Am Ende feierten die Gastgeber quasi auf der letzten Rille mit ihren Fans einen 25:19, 23:25, 25:19 sowie 25:20-Erfolg

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