Bogensportler vom SV Dauelsen fliegt heute nach Japan

Dauelsens Florian Unruh: Auf der Jagd nach olympischen Gold

Kann Florian Unruh wie hier beim Weltcup auch bei den Spielen in Tokio wieder jubeln?
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Kann Florian Unruh wie hier beim Weltcup auch bei den Spielen in Tokio wieder jubeln?

Was für eine Ehre und Bürde zugleich: Als einziger männlicher Recurve-Bogensportler aus Deutschland besteigt der für den SV Dauelsen startende Florian Unruh, früher Kahllund, am heutigen Sonnabend den Flieger Richtung Japan, um bei der Olympiade auf die Jagd nach Edelmetall zu gehen.

Dauelsen – Und die Chancen für den Studenten aus Kiel, der aus Schleswig-Holstein stammt und mit seiner Frau Lisa Unruh, deren Nachname er annahm und die ebenfalls eine begnadete Bogensportlerin ist, in Berlin lebt, stehen nicht einmal schlecht. Dauelsens Ausnahmebogner Sebastian Rohrberg fädelte einst den Coup mit Florian Kahllund ein, als dieser mit seinem schleswig-holsteinischen Klub aus der 1. Bogen-Bundesliga abstieg, sich als eines der größten deutschen Talente mit dem Olympischen Bogen aber weiterhin mit der Elite messen wollte. Mit dem SV Dauelsen feierte der heute 28-Jährige danach unglaubliche Erfolge. Mit dem Team – aber vor allem als Einzelsportler.

Schon seit einigen Jahren bestimmt Florian Unruh das Niveau im deutschen Bogensport. Direkt zu Jahresbeginn 2020 gewann er in Las Vegas das Finale der Indoor World Series gegen den amtierenden Weltmeister. Da wusste er endgültig, dass er jeden in der Welt schlagen konnte. Das gab die richtige Motivation für den Kampf um das Olympia-Ticket. Das konnte auch Corona und die Verschiebung der Spiele aufgrund der Pandemie nicht verhindern. Denn Florian Unruh hat gelernt, mit schwierigen Situationen umzugehen.

Rohrberg holte Unruh nach Dauelsen

Ab Sommer 2020 konnte er sein Können dann aber doch erfolgreich unter Beweis stellen. Das Finale beim Deutschland Cup in Wiesbaden war eine Neuauflage vom Finale der Deutschen Meisterschaft aus dem Jahr 2019: Die deutsche Nummer eins, Florian Unruh, traf auf den deutschen Rekordhalter Maximilian Weckmüller. Unruh gewann am Ende klar.

Medaille ist durchaus drin

Und dann stellte der Dauelser Schütze bei der Kadersichtung des Deutschen Schützenbundes als i-Tüpfelchen einen neuen Weltrekord auf. In der doppelten 70-Meter-Runde mit dem olympischen Recurve-Bogen schaffte der 28-Jährige 1358 Ringe und verbesserte damit die bisherige Bestmarke des US-Weltmeisters Brady Ellison um zwei Zähler. An diese Leistung will Unruh jetzt anknüpfen. Und wenn alles gut läuft in Tokio, könnte der SV Dauelsen schon bald seinen ersten Athleten bejubeln, der von den Olympischen Spielen mit einer Medaille heimkehrt.  vst

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