Stebani: Je zehn Teams / Ahlers-Ceglarek: „Gute Idee“

Auch die Oberliga wird geteilt

Duelle zwischen dem TB Uphusen und dem Heeslinger SC – wie hier in der vergangenen Saison mit Philipp-Bruno Rockahr (links) – gibt es künftig weiter, auch wenn die Liga geteilt wird.  
Archiv-Foto: Hägermann
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Duelle zwischen dem TB Uphusen und dem Heeslinger SC – wie hier in der vergangenen Saison mit Philipp-Bruno Rockahr (links) – gibt es künftig weiter, auch wenn die Liga geteilt wird. Archiv-Foto: Hägermann

Uphusen – Die Fußball-Oberliga wird nächste Saison mit zwei Staffeln an den Start gehen – daran führt kein Weg vorbei. „In der Regionalliga ist das fix. Und die Oberliga wird auch aufgeteilt“, erklärte Jürgen Stebani, Vorsitzender des Verbandsspielausschusses, auf Nachfrage unserer Zeitung am Rande der Bezirkspokalendspiele in Melbeck. Natürlich werde mit den betroffenen Clubs noch Kontakt aufgenommen – aber der erfahrene Sportfunktionär aus der Samtgemeinde Ilmenau betont auch: „Die Regionalliga hat ja bereits das Signal für die anderen Bereiche gegeben. Da gab es kein Quaken. Ähnlich wird es in der Oberliga sein.“

Die Probleme sind bekannt: Aufgrund der Corona-Krise und des resultierenden Saisonabbruchs ohne Absteiger wächst die Oberliga auf 20 Mannschaften an, kann aber erst verspätet starten. Bei einer eingleisigen Klasse würden 38 Spieltage nur schwer in den Rahmenplan zu quetschen sein. Also wird es zur Teilung kommen – und nach dem gleichen Modus wie in der Regionalliga, die sogar 22 Teams umfasst, verfahren. Heißt: Zwei Zehner-Staffeln mit Hin- und Rückrunde oder auch nur einfacher Runde, je nachdem, wann gestartet werden kann. „Dann gehen jeweils die ersten Fünf in die Aufstiegsrunde und die letzten Fünf in die Abstiegsrunde“, umreißt Stebani das Konzept. Play-offs schließt er aus: „Sportlich nicht ganz gerecht.“

In Christian Ahlers-Ceglarek, neuer Trainer des TB Uphusen, findet der Spielausschuss einen Fürsprecher: „Generell eine gute Idee. 38 Spiele bei einem kleinen Zeitfenster wären keine Option. Und eine Aufteilung würde allen zum Vorteil gereichen, dann hätten wir viel mehr Derbys und nicht so geringen Aufwand auch auf der Kostenseite.“ Play-Offs steht „Zecke“ gestern aber offen gegenüber: „Abwarten, ob es so entschieden wird. Aber das hätte definitiv auch etwas.“

Frühester Start Anfang September

Fragt sich nur, wie die Liga dann aufgeteilt wird. Wo verläuft die Grenze in Niedersachsen? „Schräg durch“, meint Stebani. Was ziemlich gut passen würde. Nordwestlich könnte eine Staffel aus den Bezirken Weser-Ems und Lüneburg mit Kickers Emden, dem FC Hagen/Uthlede, Heeslinger SC, Rotenburger SV, TB Uphusen, VfL Oldenburg, TuS Bersenbrück, SC Spelle-Venhaus, Blau-Weiß Lohne und Eintracht Celle entstehen, südöstlich die anderen aus den Bezirken Hannover und Braunschweig. Einzig Celle wäre von den Fahrtwegen im Nachteil.

In den vier Bezirksligen ist die Lage im Regelfall ähnlich. Staffel 3 gehören 21 Mannschaften an – auch hier läuft alles auf eine Teilung hinaus, wie Stebani bestätigt. Ob eine Zwei- oder gar Dreiteilung, konnte er noch nicht sagen.

Wann die Spiele beginnen – das ist noch völlig unklar. „Wir sind extrem abhängig von der Verfügungslage der Länder. Erst wenn wir wissen, wann Amateurfußball wieder erlaubt ist, können wir etwas verbindlich sagen“, verweist Stebani auf die aktuellen behördlichen Anordnungen. „Frühester Termin für einen Saisonstart ist demnach der 4./5. September“, sagt er und fügt warnend an: „Die Hoffnung steigt, aber ich bin nicht so euphorisch wie unser Präsident. Ich halte das für optimistisch und gefährlich.“ Günter Distelrath, Boss von Niedersachsens Fußballern, hatte beim außerordentlichen Verbandstag noch auf neueste Untersuchungen verwiesen und erklärt, dass Fußball eine Sportart mit Kontakt über wenige Sekunden mit geringer Kontaktfläche sei. „Vor diesem Hintergrund scheint es vertretbar, die Einschränkungen des Fußballspielens im Freien komplett aufzuheben“, zitierte sein Verband ihn in einer Pressemitteilung.

Bezirkspokal fällt wohl weg

Doch selbst, wenn Anfang September gestartet werden kann, „fehlen uns ja drei, vier Spieltage aus dem August“, verdeutlicht Stebani. Das wiederum hat vermutlich Folgen für den Bezirkspokal: „Der fällt womöglich weg, das ist höchstwahrscheinlich. Wann willst du die Spiele noch reinkriegen?“ Der Verbandspokal wird ausgetragen werden müssen – allein, weil es um die DFB-Pokal-Quali geht.

Zur Info: Die Oberliga-Teams und die mögliche Aufteilung:

Weser-Ems/Lüneburg: VfL Oldenburg, SC Spelle-Venhaus, Heeslinger SC, Eintracht Celle, Kickers Emden, TuS Bersenbrück, TB Uphusen, FC Hagen/Uthlede, Rotenburger SV (Aufsteiger), TuS BW Lohne (Aufsteiger).

Hannover/Braunschweig: Germania Egestorf-Langreder, Eintracht Northeim, MTV Wolfenbüttel, MTV Gifhorn, Arminia Hannover, Lupo-Martini Wolfsburg, FT Braunschweig, BW Tündern, SVG Göttingen (Aufsteiger), SV Ramlingen-Ehlershausen (Aufsteiger).

Von Matthias Freese Und Ulf Von Der Eltz

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