Keeper bärenstark beim 30:22 über Elsflether TB / Malmon nicht ganz zufrieden

Arne von Seelen ebnet Achim/Baden früh den Weg

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Patrick Denker langte am Wochenende gegen Elsfleth fünfmal zu. ·

Achim - Von Frank von StadenDie Spielweise des Handball-Oberligisten SG Achim/Baden gleicht derzeit der Fahrweise eines Hybrids. Zum Beschleunigen wird Super in den Motor gepumpt, bei klarer Führung dann in den Sparmodus umgeschaltet und nur noch mit halber Kraft das Ergebnis verwaltet. Das demonstrierten die Mannen von Coach Tomasz Malmon auch am Wochenende beim klaren 30:22 (15:8)-Heimerfolg gegen einen über weite Strecken doch überforderten Aufsteiger vom Elsflether TB.

„Und das schmeckt mir irgendwie gar nicht. Wir haben eine wirklich gute erste Halbzeit gespielt, uns dann aber mehr und mehr auf den Gegner eingestellt, anstatt selber weiter die Partie zu diktieren. So hatte unser Spiel nach viel Licht dann auch viel Schatten. Ich will natürlich, dass wir uns permanent weiter entwickeln. Doch dann müssen wir konzentrierter arbeiten als in der zweiten Halbzeit“, monierte dann Malmon auch nach der Partie, wollte aber natürlich das Spiel damit nicht schlecht reden. „Nein, denn wie gesagt, es gab auch sehr viel Licht.“ Das strahlte vor allem Keeper Arne von Seelen aus, der im ersten Abschnitt den SG-Kasten hütete und eine überragende Leistung bot. Immer wieder bekam er die allerdings auch oft sehr unplatziert geworfenen Bälle der Gäste zu fassen, war damit ein großer Garant dafür, dass die Hausherren bei Halbzeit einen absolut verdienten Sieben-Tore-Vorsprung mit in die Kabine nehmen durften.

Nach dem Wechsel beorderte Malmon dann Mirco Thalmann zwischen die Pfosten. „Arne war bärenstark, aber Mirco braucht Spielpraxis. Und die hat er sich nach den letzten Trainingseindrücken absolut verdient“, erklärte der Übungsleiter, der aber auch sah, dass sein zweiter Keeper doch gerade bei hüfthohen Einschlägen noch so seine Probleme hat. Malmon: „Daran muss er noch arbeiten.“

Der zweite Abschnitt hatte dann nur noch wenig von der Dynamik und Schnelligkeit der ersten Hälfte zu bieten. Dennoch reichte der SG ein halb durchgetretenes Gaspedal, um den Gegner immer unter Kontrolle zu halten. Das entnervte auch TB-Coach Ulrich Adami. „Wie wir decken, wie wir abschließen – ich glaub’ das einfach nicht! Das ist doch krank“, polterte da der Übungsleiter immer wieder an der Seitenlinie. Als dann Jan Mühlbrandt in der 41. Minute das 21:11 gelang und der starke Tobias Freese mit einem Dreher zum 27:19 (54.) traf, hatte Adami das Jammern längst eingestellt.

Tore SG Achim/Baden: Wiedenmann, Zschorlich, Balke (je 2), Xhafolli (4/4), Mühlbrandt (1), Block-Osmers (3), Podien (4), Denker (5), Freese (7).

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