27:24 über Cluvenhagen

Annika Ebell bringt Morsum dem Titel näher

Trug fünf Tore zum Morsumer 27:24-Sieg im Hit bei: Dörte Schröder. J Foto: Lakemann

Verden - In der Handball-Regionsoberliga der Frauen waren am 15. Spieltag die vier führenden Teams unter sich. Ein großer Schritt in Richtung Titel gelang dem TSV Morsum II durch den 27:24-Sieg im Spitzenspiel gegen die HSG Cluvenhagen/Langwedel. Dritter bleibt die HSG Phoenix II nach dem 26:23-Heimerfolg gegen den TSV Daverden. Beide Teams der HSG Verden-Aller verloren. Die Erste unterlag beim TSV Intschede II mit 31:41, während die zweite Mannschaft gegen den TV Sottrum knapp mit 20:21 den Kürzeren zog.

TSV Morsum II - HSG Cluvenhagen/Langwedel 27:24 (14:14). In einer Partie auf Augenhöhe sah es lange nach einem Sieg des Tabellenzweiten aus, doch in der Schlussphase hatte die Mannschaft von Trainer Marco Behrmann etwas mehr zuzusetzen und gewann durch zwei späte Tore von Annika Ebell 27:24. Behrmann sprach seiner Mannschaft ein Sonderlob aus: „Sie hat bis zum Schluss super gekämpft und ist mehrmals zurückgekommen. Für mich ein verdienter Sieg.“ Die HSG Cluvenhagen/Langwedel hatte den besseren Start und lag nach vier Minuten 5:1 in Führung. Bereits jetzt nahm Behrmann eine Auszeit. Nach 15 Minuten gelang Franzisca Schmidt das 8:8. Die Gäste zogen aber wieder durch Melanie Otto mit 14:11 in Front, doch zur Pause stand es in der munteren und torreichen Partie 14:14. Danach lag die HSG Cluvenhagen/Langwedel bis zur 40. Minute immer in Führung. Erst in der Schlussphase besaß der TSV Morsum II die besseren Nerven, besonders Annika Ebell war in dieser Phase mit vier Toren nicht zu stoppen. Die Gäste enttäuschten keinesfalls und bewiesen, dass auch sie zu Recht so weit oben stehen.

TSV Intschede II - HSG Verden-Aller II 41:31 (19:13). Der in Bestbesetzung angetretene TSV Intschede II wurde seiner Favoritenrolle gerecht und kam zu einem völlig ungefährdeten Sieg. Die Gäste konnten 15 Minuten gut mithalten (9:9), lagen dann aber beim Pausenpfiff schon 13:19 zurück. Besonders die junge Marieke Witzschke war von der Gästeabwehr nie zu stoppen und erzielte insgesamt 13 Feldtore. In der zweiten Halbzeit war Verden-Aller hauptsächlich darum bemüht, den Rückstand in Grenzen zu halten, was trotz der 31:41-Niederlage auch gelang. Es kam zum Duell von Mutter Katrin gegen Tochter Lisa-Marie Gerling, das die Mutter mit 8:4 Toren für sich entschied. Zieht man allerdings die Siebenmetertore ab, ging das Duell 3:3 aus.

HSG Verden-Aller II - TV Sottrum 20:21 (13:10). Aufgrund der letzten Ergebnisse war die HSG Verden-Aller II als Favorit in die Partie gegangen, doch der TV Sottrum hielt immer gut mit und besaß am Ende etwas mehr Glück. Dabei sah es nach 35 Minuten so aus, als wenn die HSG ihrer Rolle gerecht werden sollte. Zu diesem Zeitpunkt lagen die Gastgeberinnen durch ein Tor von Merle Lühmann 12:7 in Führung. Plötzlich riss jedoch der Faden beim Team von Trainer Niklas Bodenstab. Der TV Sottrum bekam Oberwasser und schaffte bis zur 40. Minute durch fünf Treffer in Folge das 12:12. Jetzt war es ein Duell auf Augenhöhe. Sottrum ging zwei Minuten vor Abpfiff mit 20:19 in Führung. Merle Lühmann gelang zwar der 20:20-Ausgleich, doch Sinah Müller sorgte eine halbe Minute vor Schluss für den 21:20-Siegtreffer für den TVS.

HSG Phoenix - TSV Daverden 26:23 (12:11). Der TSV Daverden machte dem Tabellendritten das Leben lange schwer. Fünf Minuten vor dem Abpfiff brachte die achtfache Torschützin Jana Schmincke ihr Team auf 22:23 heran und Ines Behnken verkürzte zwei Minuten vor dem Ende auf 23:24, doch zum Ausgleich reichte die Zeit nicht mehr. „Wir haben insgesamt zu viele technische Fehler gehabt und auch an Treffsicherheit mangelte es“, befand Henning Meyer, der den beruflich verhinderten Coach Karsten Voigt auf der Bank vertrat. Zur Halbzeit lag Daverden nach ausgeglichenem Match knapp 11:12 zurück. Auch in Hälfte zwei hielten die Gäste die Partie jederzeit offen. Nach 44 Minuten schaffte Schmincke das 19:19, doch die Führung wollte einfach nicht gelingen. Neben der achtfachen Torschützin Schmincke ragte mit sieben Treffern Ines Behnken heraus. Mit 19:11 Punkten bleibt Daverden trotz der Niederlage auf Platz vier. 

jho

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