15-jährige Schwimmerin des TSV Achim geht nun für ein Jahr in die USA

Anna Lefers: „EM-Teilnahme wäre natürlich ein Traum“

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War in Berlin auf den Punkt fokussiert: Die Wulmstorferin Anna Lefers. ·

Wulmstorf - Von Björn LakemannDie Deutsche Meisterschaft über die 50 Meter Schmetterling – sie war für Anna Lefers vom TSV Achim ohne Frage der Höhepunkt ihrer sportlichen Karriere. Der Titelgewinn der Gymnasiastin aus Wulmstorf gewinnt auf den zweiten Blick aber eine noch höhere Bedeutung. Denn im Gegensatz zu ihren Konkurrentinnen stammt die 15-Jährige nicht aus einem der vielen Leistungszentren.

Obwohl Du nicht aus einem Leistungszentrum kommst, hast Du in Berlin den DM-Titel gewonnen. Spricht das also für perfekte Trainingsbedingungen in Achim?

Lefers: Das kann man so nicht sagen. Um mein Niveau halten oder sogar verbessern zu können, bräuchte ich noch mehr Wasserzeiten. Zumal wir mitunter mit bis zu acht Leuten auf einer Bahn unterwegs sind. Auch die Länge von 25 Metern ist nicht gerade günstig, da die Deutschen Meisterschaften auf 50 Meter Bahnen geschwommen werden. Daher wäre die Nutzung des Freibads eine zusätzliche Option.

Das klingt nicht gerade optimal. Welchen Stellenwert hat dann Dein Trainer Peter Wiese?“

Lefers: Einen sehr hohen. Peter weiß im wahrsten Sinne des Wortes wie der Hase läuft. Er hat mich perfekt vorbereitet und ist der Vater des Erfolges. Da man in punkto Kraft immer zulegen kann, achtet Peter vor allen Dingen auf die Technik. Wichtig ist für ihn, dass im Wasser so wenig Widerstand wie möglich geboten wird. Eine Grundlage ist dabei, dass zunächst alle vier Schwimmstile gelernt werden.

Deine Stärken hast Du auf den kurzen Distanzen. Gibt es dafür eine Erklärung?

Ich denke schon. Auf den längeren Strecken sind die Schwimmer im Vorteil, die eine hohe Trainingsintensität haben. Auf den 50 Metern fällt das nicht ganz so ins Gewicht, da alle vom Start weg Vollgas geben.

Bei der DM in Berlin hast Du Deine Zeiten permanent unterboten. Wirst Du unter Druck besser?“

Lefers: Ich weiß nicht, ob das dem Druck geschuldet war. Zumal ich mir nur einen Platz unter den ersten zehn gesetzt hatte. Daher denke ich, dass ich einfach auf den Punkt fokussiert und konzentriert war.

Wie geht es nach dem DM-Titel nun bei Dir weiter?

Nächsten Monat geht es für ein Jahr an die Highschool in North Carolina in den USA. Die verfügen über ein gutes Schwimmteam. Daher wäre es cool, wenn ich dort auch etwas gewinnen könnte. Allerdings zählen dort erzielte Zeiten nicht für die deutsche Bestenliste, da die Umrechung von Yards auf Meter unmöglich scheint.

Letzte Frage. Was können wir künftig noch von Dir erwarten?

Ich bin mir nicht ganz sicher. Klar wäre es toll mal an Europa- oder Weltmeisterschaften teilzunehmen. Aber das dürfte mit dem jetzigen Trainingspensum sicher ein Traum bleiben.

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