Enjoy-Judoka überzeugen bei Ü30-Titelkämpfen in Wiesbaden

DM: Andreas Wöhl und Andreas Pajer holen Silber

Gute DM-Auftritte: Die Enjoy-Judoka Andreas Wöhl, Andreas Pajer (beide Vizemeister) und Manfred Schwarzer (von links).

Oyten - Bei den Deutschen Meisterschaften der Ü30 in Wiesbaden zeigten über 400 Teilnehmer am Sonnabend herausragende Leistungen. Mit dabei die drei Enjoy-Judoka Manfred Schwarzer, Andreas Wöhl und Enjoy-Trainer Andreas Pajer. Morgens startete Andreas Wöhl vom TuS Rotenburg in der M7 (Altersklasse 60-65 Jahre) bis 81 kg. Topfit zog er mit einer geballten Energieleistung und Sieg gegen Dimitri Margonis(Baden) ins Finale ein. Dort traf er auf Günter Biskup. Nach einigen Abtasten startete Wöhl Angriffsversuche, doch Biskup konnte immer ausweichen. Biskup war aber etwas aktiver im Angriff und siegte hauchdünn mit Kampfrichterentscheid. Silber war trotzdem ein schöner Erfolg.

Danach folgte Andreas Pajer in seiner Gewichtsklasse bis 66kg in der M5 (50 - 55 Jahre). Auch er zeigte sich körperlich in bestechender Form. Mit Freilos und Sieg gegen Sven Dicke aus NRW zog Pajer in das Finale ein. Dort wartete der Hesse Roland Denkewitz – auch ehemaliger Bundesligakämpfer und deutsche Spitze sowie Trainer der 2. Bundesliga-Mannschaft von Wiesbaden. Er hatte alle Kämpfe mit Yoko tomeo Nage (Überkopfwurf) gewonnen. 

Das Finale entpuppte sich als Spitzenduell. Pajer griff an und störte Denkewitz in seinen Aktionen. Eine Nasenverletzung von Pajer unterbrach den Kampf. Nach Stillung der Blutung verstärkte der Oytener die Angriffsversuche. Doch waren die Aktionen nicht zwingend und der Kampfrichter verteilte merkwürdigerweise Strafen wegen Herunterziehen. Pajer lag mit 1:2 Strafen hinten und musste noch eine Aktion machen. Den letzten Wurfansatz sah der Kampfrichter wieder als Herunterziehen und Pajer bekam die dritte Strafe. Gleichzeitig bekam Denkewitz eine Strafe wegen Inaktivität. Der offene Schlagabtausch endete somit zehn Sekunden vor Schluss mit 2:3 Strafen. Ob es am Heimvorteil Denkewitz´ lag oder am unbändigen Siegeswillen von Pajer, der vielleicht mehr Ruhe bewahren musste. Leicht überlegen gekämpft und doch verloren. Trotzdem ein schöner Erfolg mit der Silbermedaille auf der Deutschen Meisterschaft.

Manfred Schwarzer war der Dritte im Bunde. Der Sottrumer startete bis 90 kg in der M4 (45-49 Jahre). Er hatte in der sehr starken Gruppe trotz mehrerer mutiger Wurfansätze gegen den späteren Zweiten Norbert Ehret(Baden) und den späteren Dritten Sven Weber (Brandenburg) kein Glück und verlor sehr knapp. Schwarzer erntete aber Respekt, da er seine Kontrahenten am Rand einer Niederlage hatte. „Das letzte Quäntchen Entschlossenheit fehlte“, so Trainer Pajer: „Dennoch ist Schwarzer nicht am Ende seiner Laufbahn. Ehrgeiz, Fleiß und Kontinuität werden den Erfolg im Ü30-Bereich bringen.“

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