Verdener Karateka trainiert vor dem PC / Maaß: „Besser als gar nichts“

Alternativprogramm für Stanislav Littich

Muss sich aktuell auf andere Trainingsformen einstellen: Verdens Karateka Stanislav Littich. Foto: Niemann

Verden – Für den Verdener Karateka Stanislav Littich, der sich erst kürzlich bei den Deutschen Meisterschaften in Hamburg in der Leistungsklasse den Titel gesichert hat, hätten in den kommenden Wochen weitere hoch interessante Wettkämpfe im In- und Ausland auf dem Plan gestanden. Doch die Corona-Krise hat alles gestoppt und sämtliche Vorhaben bis auf Weiteres ausgebremst.

„Da wäre einiges auf Stanislav zugekommen“, verwies Trainerin Ulrike Maaß auf den sehr prall gefüllten Terminkalender ihres Schützlings. „Aber wegen der Gefahr der Ansteckung wurde alles abgesagt“, bedauerte Maaß zwar die Absagen aus sportlicher Sicht, zeigte sich von der Notwendigkeit aber überzeugt. „Wir müssen da jetzt alle gemeinsam durch. Es nützt ja nichts“, erklärte Maaß, die natürlich auch den kompletten Trainingsbetrieb im Karateverein Bushido Verden bis auf Weiteres auf Eis gelegt hat. Für Littich hat sie sich aber Alternativen ausgedacht und das Training des 18-Jährigen auf Heim-Lektionen umgestellt. Soll heißen: Neben den dezimierten Karate-Lektionen stehen aktuell vor allen Dingen selbstständige Kraft- und Konditionseinheiten auf dem Programm. Wie in allen Sportvereinen sind natürlich alle Karateka durch die Corona-Krise und den Trainingsstillstand betroffen. „Das Virus bremst sämtliche Aktivitäten aus“, bedauert Maaß, wobei die Gesundheit natürlich Vorrang habe und auch für sie an erster Stelle stehe. Das sehen auch alle Aktiven so, auch wenn sie über diese Maßnahmen schon sehr traurig wären. Traurig sei auch, dass die bereits vorbereitete Meisterparty für Littich ausgefallen ist. Maaß: „Dieser Titel ist wirklich etwas ganz Besondere und es ist schade, dass wir ihn nicht entsprechend würdigen können.“ Maaß erzählt weiter, dass von Landestrainer und Bundesassistenstrainer Mark Haubold eine Zusage erfolgt ist. Diese beinhaltet, dass der Verdener auch in Zukunft weitere Fördermittel bekommen werde, die ihm die Teilnahme an ausländischen Turniere ermöglichen sollen. „Wir haben gemerkt, dass wir zwar auf einem sehr guten Weg sind, aber im Ausland noch Hürden bestehen, die wir gerne meistern möchten, um international noch besser zu werden.“

Bis auf Weiteres wird Maaß mit Littich via Skype trainieren. Das sieht vor, dass er die gestellten Aufgaben in kurzen Sequenzen vor dem PC absolviert und die Aufnahmen im Anschluss seiner Trainerin schickt. „Das ist zwar nicht optimal, aber besser als gar nichts“, meint Maaß, zumal ihr Schützling ohnehin nicht tatenlos auf dem Sofa verharren würde. Ein ähnlich alternatives Trainingsprogramm hat Maaß auch noch für Larus Reinecke, Thomas Piechot und Sophia und Emily Meier aufgelegt, damit auch dieses Talente-Quartett möglichst effizient zu Hause trainieren kann. Aber auch die Jüngsten im Verein werden über WhatsApp von den Nachwuchstrainern im Verein versorgt. Maaß. „Die Eltern sind dankbar, dass die Kids daheim beschäftigt werden und sportlich was machen.“  nie

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