Diesmal im Kreis Verden

Airich macht es schon wieder - Ottersberger Fußballer des Jahres

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Ehre, wem Ehre gebührt: David Airich (links) erhielt im heimischen Garten die Trophäe für den Fußballer des Jahres im Landkreis Verden von Sportredakteur Ulf von der Eltz überreicht.

Ottersberg/Uphusen - Viele halten ihn für den entscheidenden Faktor, wenn sie nach Gründen für den direkten Wiederaufstieg des TSV Ottersberg in die Fußball-Landesliga suchen. Ist ja auch alles andere als weit hergeholt: Erst im Winter vom TB Uphusen II aus der Kreisliga zum Bezirksliga-Kader der Grün-Weißen gestoßen, dann ohne Eingewöhnungsprobleme 17 Tore begeisteuert – David Airich hat der Rückrunde seinen Stempel aufgedrückt. Lohn des erfolgreichen Halbjahres: Bei der traditionellen Wahl dieser Zeitung kürten die Trainer der auf Bezirks- oder Verbandsebene spielenden Teams den Stürmer zum Fußballer des Jahres im Landkreis Verden.

„Das ist eine Riesen-Überraschung für mich, wenn man bedenkt, dass ich nur wenige Monate beim TSV Ottersberg gespielt habe. Und gewiss keine Selbstverständlichkeit. Daher freue ich mich natürlich sehr über diese Auszeichnung“, sprudelte es bei der Verleihung der Trophäe im heimischen Garten in Uphusen aus dem 32-Jährigen heraus. Wobei es nicht die erste Ehrung dieser Art für den Familienvater ist: 2017 war er zum Fußballer des Jahres im benachbarten Kreis Rotenburg gewählt worden, als er mit geholfen hatte, dem RSV die Landesliga zu sichern.

Zweiter: Dominik Rosenbrock.

Auch diesmal empfindet es Airich als große Ehre, dass ihn die Trainer auf den Thron gehievt haben, er bleibt indes demütig: „Sicher ist es schön für mich, 17 Tore beigetragen zu haben. Aber Vorsicht: Ein Spieler allein reicht nicht für so einen großen Erfolg wie den Bezirksliga-Titel.“ Vielmehr müsse das Gesamtpaket stimmen, aus dem für den selbstständigen Vertriebsmitarbeiter im Außendienst einer Baustofffirma der Übungsleiter hervorsticht: „Jan Fitschen ist als Coach herausragend, er gehört zu den besten. Er gibt Vertrauen und vermittelt ein gutes Gefühl. Wie auch die komplette Anlaufstelle Ottersberg mit den Fans. Es herrscht einfach eine familiäre Atmosphäre.“ Und gerade die ist für den König der Kicker unbedingt nötig, um starke Leistungen abzurufen.

Kaum zu glauben, dass der Goalgetter jetzt erst mal eine drei- bis viermonatige Pause einlegt: „Ich habe ein halbes Jahr lang immer 100 Prozent gegeben, bin an eine Grenze gestoßen und physisch müde. Da ist dann auch die Verletzungsgefahr relativ groß, ich brauche einfach diese Zeit zum Regenerieren. Ich fange erst wieder an, wenn es in den Füßen juckt.“

Dritter: Moritz Nientkewitz.

Die nächste Zeit gehört also in erster Linie der Familie. Die steht für Airich ohnehin ganz oben, dann kommt die Gemeinde, dann die Arbeit und dann erst der Fußball: „Wenn ein Trainer diese Reihenfolge versteht, können wir erfolgreich zusammenarbeiten.“ Wobei sein christlicher Glauben immer den Weg bestimmt – wie bei David Alaba, den Weltklasse-Verteidiger seines Lieblingsvereins FC Bayern München. „Er ist ein feiner Kerl. Richtige Vorbilder habe ich aber nicht“, erklärt der gelernte Mittelfeldspieler. Was aber auch nicht seine Wunschposition ist, denn der oberliga-erfahrene Airich bevorzugt ganz klar die Rolle des Innenverteidigers. Die hatte er auch in den sechs Monaten beim TB Uphusen II bekleidet, ehe er nach Ottersberg wechselte.

An der Wümme müssen sie sich keine allzu großen Sorgen machen, dass ihr Torgarant nach der Pause so mir nichts dir nichts zu einem anderen Verein geht. „Mein Pass liegt beim TSV“, verdeutlicht Airich. Was aber auch kein Blanko-Schein für die Grün-Weißen sein sollte. Denn entscheidend sei die Herausforderung: „Wenn nach meiner Auszeit jemand Hilfe braucht, wäre es eine Aufgabe für mich, Es muss um etwas gehen, egal in welcher Klasse.“ Dann kann David Airich wieder zum entscheidenden Faktor werden.

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