Oberliga: TB Uphusen feiert gestern wichtigen 2:1-Erfolg über TSV Ottersberg

Airich und Helms: Schmitz’ Joker stechen in Derby

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Ottersbergs Seung Hyun Kim unterbindet hier einen Uphuser Angriff mit Sebastian Koltonowski.

Von Frank von StadenUPHUSEN/OTTERSBERG · Diese Spitze musste nach Spielschluss einfach sein. Als der knappe aber letztlich doch verdiente 2:1 (0:0)-Erfolg im nicht gerade hochklassigen Oberliga-Kreisduell für den TB Uphusen in trockenen Tüchern war, bildeten die Gastgeber demonstrativ nicht weit von der Bank des TSV Ottersberg entfernt einen Kreis und skandierten: „Derbysieger, Derbysieger, hey, hey . . .“ So, wie am 1. September 2013 die Ottersberger, die damals das Hinspiel aufgrund des größeren Willens mit 1:0 gewannen und sich danach peu à peu aus dem Tabellenkeller schossen.

„Wäre doch schön, wenn uns jetzt auch weitere Befreiungsschläge gelingen würden. Die Verunsicherung war in der Mannschaft nach den zwei Auftaktpleiten spürbar, jetzt aber wollen wir unbedingt nachlegen“, zeigte sich Uphusens Coach Andre Schmitz später enorm erleichtert. Verständlich, denn derzeit rücken die vermeintlichen Abstiegskandidaten dem Turnerbund in der Tabelle immer näher auf die Pelle. Apropos Schmitz: Der Übungsleiter konnte sich selbst ein wenig auf die Schulter klopfen, bewies er doch bei der Wahl seiner Aus- und Einwechslungen ein glückliches Händchen. So erzielte der nach der Pause gekommene David Airich in der 70. Minuten nach einem weiten Titz-Freistoß die Führung für die Platzherren, wenig später (82.) legte dann der junge Bastian Helms mit seinem ersten Oberliga-Tor nach Linde-Flanke von der Grundlinie per Kopf nach – 2:0. Einen dicken Bock von Uphusens Innenverteidiger Mateusz Peek, der im Mittelfeld unnötig das Leder verlor, bestrafte dann der ebenfalls eingewechselte Bekim Murati nach Aktas-Zuspiel (83.). „Die Jungs tun wirklich alles dafür, dass ich meine Naturhaarfarbe komplett verliere“, scherzte da Schmitz später.

Erst nach dem Anschlusstreffer wurde es ein richtiges Derby, nachdem zuvor aber auch in keiner Szene Gift oder Galle verspritzt wurde, wie es in Kreisduellen eigentlich üblich ist. „Warum auch? Wir haben bis zum Schluss versucht, spielerisch zum Erfolg zu kommen“, konstatierte da später Ottersbergs Coach Axel Sammrey, der sich als fairer Verlierer präsentierte, allerdings auch zu bedenken gab: „Nutzt Ömer Aktas seine große Chance vor dem 0:1, dann wird es für Uphusen ganz schwer. Was aber derzeit unser größtes Problem ist, sind die vielen Standards, die wir für den Gegner produzieren und bei denen wir doch noch arge Schwächen aufweisen. Dennoch haben wir nach der miesen Vorbereitung wieder einen Schritt nach vorn gemacht. Noch ein paar Spiele, und wir werden wieder zu alter Form und Stärke finden!“

Nach den ersten 45 Minuten noch zeigten sich die zahlreichen Zuschauer eher enttäuscht. Bis dahin gab es nur ganz wenige Highlights, ließen nur Syuleyman Shakirov (9.) sowie der gestern sehr blass gebliebene Mustafa Azadzoy (33.) nach jeweils individuellen Fehlern des Gegners aus der Nahdistanz Hochprozenter verstreichen. Ansonsten hatten beide Deckungen alles im Griff, da die Angriffsreihen doch arg mit Überraschungsmomenten geizten, wenig Tempo im Spiel war.

Nach dem Wechsel erhöhte der TBU dann mehr und mehr den Druck, hatte aber Riesenglück, dass Aktas bei einem der wenigen gefährlichen Ottersberger Angriffen das Ziel nur um Zentimeter verfehlte (65.).

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