RW Achim 3:1 beim schwachen FSV / Yalcin: „So steigen wir nicht ab“

Ahmet Kaldirici haucht Leben ein

Wieder nichts: Attila-Ovidiu Kovacs (rechts), der beim FSV Langwedel-Völkersen als Linksverteidiger aushalf, kam in dieser Szene gegen Ylmaz Avanas zu spät. RW Achim feierte im Derby einen verdienten 3:1-Sieg. Foto: Hägermann

Langwedel - Von Ulf Von Der Eltz. Dogan Yalcin stand am Mittelpunkt und strahlte. „So steigen wir nicht ab“, gab sich der Trainer des 1. FC Rot-Weiß Achim am Sonntag voller Hoffnung. Im Bezirksliga-Derby war seiner Elf gerade ein verdienter 3:1 (2:1)-Erfolg beim FSV Langwedel-Völkersen gelungen. Während der Neuling angesichts des Restprogramms wieder vom Klassenerhalt träumen darf, können die Langwedeler noch nicht wie gewünscht einen endgültigen Haken dahinter machen.

Das haben sich die Kicker von Emrah Tavan selbst zuzuschreiben. Mit einer nach passabler erster Viertelstunde äußerst schwachen Vorstellung luden sie den Gast praktisch zum Siegen ein. Vor allem in Überzahl nach Gelb-Roter Karte gegen Ahmet Kaldirici (72.) ließen die Rot-Schwarzen jeglichen Esprit vermissen und brachten die Achimer nicht mehr in Gefahr. „Da haben wir unverständlicherweise schlechter gespielt als vorher“, wirkte Tavan konsterniert.

Wobei der FSV-Coach aber auch ein Lob für die Gewinner hatte: „Sie haben es mit ihren Mitteln gut gemacht. Wir hingegen enttäuschten im Spiel nach vorne, haben den Ball nicht laufen lassen.“ Mit der Vorstellung in den zweiten 45 Minuten gab sich indes Yalcin völlig einverstanden: „Erst mal muss ich zugeben, dass wir zu Beginn Glück hatten, nicht in Rückstand zu geraten.“ Der RW-Coach sprach den Lattenschuss von Justin Schmidt (3.) und eine gute Dondelinger-Chance an. „Unsere erste Halbzeit war nicht gut. Aber danach haben wir die Zweikämpfe angenommen, den Gegner gut zugestellt und über prima Ballzirkulation Konterchancen gehabt. Großes Lob an die Truppe.“

Schon das Achimer 1:0 begünstigte die schläfrige FSV-Abwehr: Erst durfte Firat Burc ungehindert von links flanken, dann spritzte Faruk Senci in den Ball und drückte ihn über die Linie (14.). Alle Verteidiger schauten nur zu. Hoffnung keimte bei den Platzherren auf, als Justin Schmidt allein auf Keeper Reiter zulief und sicher zum 1:1 vollendete (29.). Der Ausgleich sorgte jedoch nicht für Sicherheit – im Gegenteil. Langwedel-Völkersen hätte nach einem Lailo-Freistoß in Rückstand geraten können, als Senci per Direktabnahme nur die Latte traf (32.). Kurz vor der Pause war es aber soweit: Diesmal zog Lailo einen Freistoß aus mittiger Position hart aufs Tor und überraschte damit Moritz Nientkewitz zum 1:2 (44.).

In den zweiten Hälfte kontrollierte Achim die Partie und machte mit einem Konter alles klar: Senci steckte geschickt auf Ahmet Kaldirici durch – der Offensivmann ließ sich die Chance nicht entgehen. Mit dem 3:1 hauchte er dem 1. FC Rot-Weiß endgültig neues Leben ein. Da tat auch seine Gelb-Rote Karte wegen Spielverzögerung der Achimer Leistung keinen Abbruch. Lailo hätte mit einem Heber aus 35 Metern erhöhen können (85.). Wie sehr die Langwedeler enttäuschten, untermauert die Tatsache, dass Schmidt in der 88. Minute der erste Schuss der zweiten Halbzeit aufs Tor gelang. Die Kugel ging daneben. Und Louis Gehrke traf noch den Pfosten (90.). Tavan sah eine „unnötige Niederlage“ – die war aber völlig verdient.

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