Ackern auf der anderen Seite der Welt / 50-jähriger Armsener will im spanischen Alcobendas Duathlon-Europameister werden

Siedlitzki und das „Projekt Indien“: Die etwas andere EM-Vorbereitung

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Mal etwas anderes: Christian Siedlitzki auf einer Rikscha.

Armsen - In knapp drei Monaten ist es wieder soweit und der in Kirchlinteln/Armsen lebende Österreicher Christian Siedlitzki startet für sein Heimatland Österreich bei der ETU Duathlon Europameisterschaft im spanischen Alcobendas in der Nähe von Madrid.

Für dieses Jahr hat sich der 50-Jährige sehr viel vorgenommen, da er in eine neue Altersklasse (M50 - 54) aufgerückt und somit der „Jüngste“ ist. Diesen Vorteil möchte er natürlich nutzen und um einen vorderen Platz kämpfen.

„Natürlich fahre ich dorthin, um Europameister zu werden. Meine größten Erfolge feierte ich in den letzten Jahren im Duathlon. Aber man muss topfit sein und einen guten Tag erwischen. Die Vorbereitung verlief bis jetzt hervorragend und verletzungsfrei. Ab März wird dann Radumfang und die Intensität erhöht“, so der Blondschopf. Ende Juni startet der Ausdauerathlet dann noch bei der Aquathlon- und Mitte Juli bei der Triathlon-Europameisterschaft. Die Träume von der Weltmeisterschaft (findet in diesem Jahr Mitte Oktober im australischen Aidelaide statt) muss er allerdings ad acta legen, da die finanzielle Herrausforderung zu groß ist. 2011 konnte er schon einmal Duathlon-Weltmeister werden. Letztes Jahr belegte er bei der Europameisterschaft den dritten und bei der Weltmeisterschaft den zweiten Rang.

Um sich erneut eine Medaille umhängen zu lassen, geht der Österreicher auch steinige und vor allem ungewöhnliche Wege. So trainierte er vor wenigen Tagen erstmals auf einer Rikscha in Indien. Siedlitzki: „Es ist schon schwer, überhaupt die Pedale nach unten zu drücken! Bei tropischen Temperaturen von über 30 Grad stehen aber auch Lauf- und Schwimmeinheiten auf dem Programm. Die Hotels wurden extra so ausgewählt, dass ein Outdoorpool und ein Fitnessraum zur Verfügung stehen.“

Nach seiner Ankunft in der Metropole Mumbai (20 Millionen Einwohner) brauchte Siedlitzki erst einmal etwas Zeit, um sich an die Temperaturen und Luftfeuchtigkeit zu gewöhnen. Da es aber sein zweiter Indien-Aufenthalt ist, weiß er, was auf ihn zukommt. So versuchte er damals das Lauftraining außerhalb des Hotels zu absolvieren. Jedoch musste er nach kurzer Zeit aufgeben. Menschenmassen ließen nur Schritttempo zu.

Außerdem waren die streng gläubigen Einheimischen sehr irretiert, dass jemand bei den Temperaturen laufen will – und dabei noch einen engen Einteiler trägt. „Um nicht zum öffentlichen Ärgernis zu werden, lief ich die nächsten Tage lieber auf dem Laufband im klimatisierten Gym“, schmunzelt der Athlet.

Nach Mumbai geht es in der kommenden Woche dann mit dem Flugzeug Richtung Kerala in den Süden Indiens. Es steht eine zweitägige Bootstour im Backwater an, bevor es auf den südlichsten Punkt Indiens nach Kovalam geht. Kilometerlange Sandstrände verleiten zum Laufen und sind der krönende Abschluss einer sicherlich abenteuerlichen und auch kraftraubenden Trainings- sowie Sightseeing-Reise. Und die Meerestemperaturen von 27 Grad machen das Schwimmen sicher sehr angenehm.

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