Achterbahnfahrt gegen TuS Neetze: Nach 0:1 eine 2:1-Führung noch verspielt

2:2 – Jan-Dirk Osmers weckt kurz Bassener Glücksgefühle

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Riesenchance für Jan-Dirk Osmers, um mit diesen Schuss die Weichen auf Sieg zu stellen – doch er verzieht hier knapp.

Bassen - Von Frank von Staden. Was für eine Achterbahnfahrt, die da Fußball-Landesligist TSV Bassen im Heimspiel gegen Mitaufsteiger TuS Neetze hingelegt hat. So schienen die Grün-Roten nach einer unterirdischen ersten Halbzeit und einem 0:1-Rückstand in einem rasanten Tempo Richtung vierte Niederlage in Folge zu donnern. Dann bekamen sie auf der Schussfahrt noch die Kurve, erkämpften eine 2:1-Führung. Am Ende aber sprang dann nur ein Remis heraus, nachdem die Gäste in der dritten Minute der Nachspielzeit zum letztlich nicht unverdienten 2:2 kamen.

„Natürlich ist dieser eine Punkt weder Fisch noch Fleisch, denn wir hätten im Abstiegskampf gerade gegen einen Mitkonkurrenten schon einen Sieg benötigt. Doch zumindest haben wir wieder mal einen Punkt geholt. Zur Halbzeit hätten wir schon mausetot sein können, da hat uns CR im Spiel gehalten. Im zweiten Durchgang sind wir dann endlich in Fahrt gekommen, haben aber vergessen, den Sack zuzumachen. Das zweite Gegentor war letztlich schwer zu verteidigen, da wir eben nicht die hoch aufgeschossen Spieler haben wie Neetze“, konstatierte da nach dem Abpfiff Bassens Trainer Marco Holsten, der wie seine Spieler nicht so recht wusste, ob es nun ein gewonnener Punkt war oder doch eher zwei verlorene Zähler.

Über den ersten Abschnitt durfte aus Bassener Sicht absolut der Mantel des Schweigens gelegt werden. Sintflutartige Fehlpässe gepaart mit haarsträubenden individuellen Fehlern im Aufbau – nur Keeper Christian Rathjen hatten es die Grün-Roten zu verdanken, dass es bei nur einem Gegentreffer blieb, den Mole Nischke sträflich frei aus zehn Metern markieren konnte (27.). So schien es zur Pause so, als sollte der TSV Bassen auf dem absoluten Tiefpunkt angekommen sein.

Doch wie ausgewechselt kamen die Hausherren dann aus der Kabine. Jetzt war urplötzlich fast jeder Gedanke der richtige. Nachdem dann der agile Hendrik Thiel noch an Keeper Jan Sommer scheiterte (64.), machte es Jan-Dirk Osmers zwei Minuten später besser, traf nach Czotscher-Flanke aus knapp elf Metern zum 1:2. Dieser Treffer schien die Platzherren zu befreien und regelrecht zu beflügeln. Denn jetzt musste der TuS-Schlussmann fast im Minutentakt seine Klasse beweisen, während Rathjen nun bis kurz vor dem Abpfiff eher eine ruhige Hälfte verlebte. Nachdem Hendrik Thiel und Jan-Dirk Osmers beide freistehend hauchzart verfehlten, machte es dann Letzterer besser, als er einem Befreiungsschlag von Kevin Sammann als einziger nachjagte und dafür belohnt wurde – 2:1 (75.). Ab der 85. Minute versuchten die Bassener dann auf Ergebnisverwaltung zu spielen, luden damit aber den TuS zu einer letzten Offensivattacke ein. Und die wurde in der Nachspielzeit (90.+3) belohnt, als der lange Nino Pinnow-Karus am langen Pfosten einen Freistoß per Kopf in die Maschen wuchtete. Zu allem Überfluss sah kurz darauf Bassens Heiko Budelmann noch Gelb-Rot, ist also für das kommende Spiel in Lüneburg gesperrt.

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