Achims Stürmer lässt gegen Visselhövede beste Chancen aus / Bösch: „Spiel verschenkt“

1:2 – Faruk Senci nimmt es auf seine Kappe

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Wieder vorm Tor – wieder kein Erfolg: Faruk Senci vergab bei Achims 1:2 gegen Visselhövede beste Chancen.

Kreis-Verden - Von Ulf von der Eltz. AchimKreis-Verden - Von Ulf von der Eltz. Diese Pleite war unnötig wie ein Kropf – sie klammert dem 1. FC Rot-Weiß Achim auf dem letzten Platz der Fußball-Bezirksliga fest: Mit einem 1:2 (1:0) gegen den VfL Visselhövede verpasste die Bösch-Elf am Sonntag die Chance, wichtigen Boden im Vergleich zu den restlichen Abstiegskandidaten wettzumachen. „Wir haben das Spiel verschenkt, bei diesen Möglichkeiten hätte mehr herausspringen müssen“, konstatierte Coach Ingo Bösch. Und einer stand nach Abpfiff bedröppelt neben dem Feld und kreidete sich selbst einen Großteil an: Faruk Senci. „Ich nehme es auf meine Kappe.“ Beste Torchancen hatte der Stürmer ausgelassen, im Alleingang hätte der Ex-Coach einen dreifachen Punkt herausschießen müssen.

Der lag aber auch so im Bereich des Möglichen, denn bis weit in die zweite Halbzeit lagen die Achimer 1:0 in Front. Ibo Lailo hatte einen von Marten-Hendrik Schwarz an Ahmet Kaldirici verwirkten Strafstoß zum 1:0 verwandelt (17.). Zu diesem Zeitpunkt hätte Visselhövede jedoch schon führen können: Mariusz Szymanski schoss Keeper Mustafa Avanas an (7.), Atdhe Halilti traf den Innenpfosten (11.). Kurz vor der Pause drosch Senci die Kugel an die Latte (44.), nach dem Wechsel schoss er aus 20 Metern vorbei (56.). Das bestrafte die Bounoua-Elf bitter: Eine Rosynek-Ecke köpfte Szymanski zum 1:1 ein, bei Aydin Burgs Rettungsversuch per Kopf war der Ball schon hinter der Linie (73.). Und weiter ging es mit Pechvogel Senci: Erst hob er freistehend das Leder über Keeper Brückner hinweg, aber am Kasten vorbei (75.). Dann fischte der VfL-Schlussmann einen Flachschuss des Angreifers super aus dem Eck (81.).

So kam es, wie es kommen musste: Die anschließende Ecke nutzte der Gast gegen die zu weit aufgerückte Achimer Abwehr zum Konter – und Rosynek traf flach zum 1:2 (82.). RW-Coach Ingo Bösch klagte über Schiri Michel Haupt (Bremen): „Zweimal hat er uns durch falsche Abseitspfiffe Chancen genommen, Vissels Torwart hätte bei einem Foul an Faruk mindestens Gelb sehen müssen. Und bei den zahlreichen Unterbrechungen waren die drei Standard-Minuten zu wenig Nachspielzeit.“ All das täuscht aber nicht darüber hinweg, dass sich der Tabellenletzte die Pleite selbst zuschreiben muss. Mourad Bounoua sah sein Team indes im Glück: „Wenn das 2:0 fällt, ist es für uns vorbei.“

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