Achimer Karateka: Freilufttraining statt Jubiläums-Lehrgang

Auch die Karatekas des TSV Achim nutzen in der aktuellen Zeit den Sportplatz für ihre Trainingseinheiten. Foto: Verein
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Auch die Karatekas des TSV Achim nutzen in der aktuellen Zeit den Sportplatz für ihre Trainingseinheiten.

Achim – Seit einigen Tagen herrscht reger Betrieb auf dem Sportplatz beim Freibad. Nicht nur die Fußballer des TSV Achim, sondern auch andere Sparten nutzen die Grasflächen, um wieder zu trainieren. So auch die Karateka des TSV Achim, deren Jubiläumsjahr wegen Corona anders verläuft als geplant.

Seit 40 Jahren gibt es im TSV Achim das Karate-Angebot – zunächst in der Untergruppe der Ringer, einige Jahre später dann in einer eigenen Abteilung. Nach einem erfolgreich gelaufenen Anfängerkurs im Februar sollte eigentlich ein öffentlicher Lehrgang mit dem Landestrainer zu einem weiteren Höhepunkt des Jubiläumsjahres werden, doch dieser musste wegen des allgemeinen Sportverbots abgesagt werden. „Wir haben unseren Trainingsbetrieb ausgesetzt und uns gegenseitig über die sozialen Medien zum Durchhalten und zu individuellem Training motiviert“, berichtet Markus Wilks, Pressewart und einer der vielen Übungsleiter der Abteilung. Vor allem die Erwachsenen, die schon länger Karate betreiben, haben sich individuell durch Karate im Wohnzimmer, im eigenen Garten oder in öffentlichen Parks sowie durch andere Sportarten fit gehalten. Seit der Öffnung der Sportanlagen bieten die TSV-Karateka Open-Air-Training an, zunächst in den Fortgeschrittenen-Gruppen, inzwischen auch für Anfänger und Kinder.

„Karate-Training lässt sich ohne jeden Körperkontakt betreiben, sodass wir draußen trotz des Abstands zueinander viel Spaß haben“, erklärt Markus Wilks. Seit 25 Jahren trägt er den schwarzen Gürtel, inzwischen als 4. Dan, und teilt sich mit einigen anderen erfahrenen Karateka das Trainingsangebot. Rita Seebaldt (3. Dan), Roland Ebermann (2. Dan), Erina Meier, Petra Roßmann, Holger Brink, Holger Wiegand und André Wilks (alle 1. Dan) sind weitere Übungsleiter mit schwarzem Gürtel und zumeist sogar mit gültiger Trainerlizenz des DOSB. „Da wir Karate primär wegen des Karate machen und nicht wegen des Wettkampfs, trifft uns die Corona-Krise nicht so stark wie andere Sportarten“, sagt Rita Seebaldt, wobei „mir die sozialen Kontakte schon sehr gefehlt haben“. Sie betreibt Karate leidenschaftlich seit vielen Jahren und hält dem TSV Achim schon lange die Treue – ebenso wie Roland Ebermann, der bereits seit Kindesalter bei den Achimer Kampfsportlern ist: „Trotz der guten Bedingungen auf dem Sportplatz bin ich froh, wenn es in wenigen Tagen wieder in die Halle geht, denn eigentlich zählt zum Karate der direkte Kontakt zum Hallenboden essenziell zur Ausbildung eines Körpergefühls dazu, den man mit Turnschuhen auf Gras so nicht erreicht.“

Wie es mit dem Jubiläumsprogramm weitergeht, ist noch offen. Geplant ist unter anderem ein Jubiläums-Event im Oktober mit zwei Gasttrainern, doch auch in diesem Fall heißt es abwarten, ob sich dieses Angebot realisieren lässt. Informationen zum Karate gibt es auf der Homepage der Karateka www.tsv-achim-karate.de und bei Facebook (Karate im TSV Achim).

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