Achim/Badener im Fokus der Nationalmannschaft des Kosovo für EM-Qualifikation

Xhafolli – Geduld ist gefragt

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Will demnächst im Trikot der Nationalmannschaft des Kosovo jubeln: Achim/Badens Rechtsaußen „Gaddi“ Xhafolli.

Achim/Baden - Von Kai Caspers. Der Medizincheck ist absolviert. Jetzt ist Geduld gefragt bei Ngadhnjim „Gaddi“ Xhafolli vom Handball-Drittligisten SG Achim/Baden. Der 23-jährige Linkshänder, der gebürtig aus dem Kosovo stammt, darf sich Hoffnungen auf einen Einsatz für die Nationalmannschaft seines Landes im Qualifikationsturnier für die Europameisterschaft 2018 in Kroatien machen.

Für Xhafolli wäre es, sollte es denn mit der Nominierung klappen, nicht der erste Einsatz auf internationalem Parkett für sein Heimatland. „Vor fünf Jahren habe ich schon mal in der Jugend-Nationalmannschaft gespielt. Doch bei den Herren war das bis dato nicht möglich, da die Republik Kosovo bislang vom europäischen Handballverband nicht anerkannt war“, klärt der 23-Jährige auf. „Daher wäre es natürlich eine große Nummer, wenn ich beim Qualifikationsturnier dabei sein könnte“, hofft Xhafolli fast stündlich auf den erlösenden Anruf von Bundestrainer Taib Kabashi. „Nachdem wir uns in Pristina zum Medizincheck getroffen haben, hatte ich schon ein gutes Gefühl. Daher bin ich auch ganz zuversichtlich, dass ich bei der Premiere dabei sein. Das wäre sicher ein echtes Sahnehäubchen“, hat „Gaddi“ keine Angst vor den beiden Konkurrenten auf seiner Position. „Auch wenn ich aktuell wegen meinem Außenbandriss noch nicht in Topform bin, muss ich mich sicher nicht verstecken. Denn ich merke, dass es Tag für Tag besser wird“, verdeutlicht Xhafolli.

Sollte den 23-Jährigen der erlösende Anruf Kabashis erreichen – würde Xhafolli mit den Kosovaren in einer Dreiergruppe neben Italien außerdem auf die favorisierten Rumänen treffen. Dabei zieht nur der Gruppensieger in die nächste Runde ein. „Damit will ich mich aber noch gar nicht beschäftigen. Erstmal muss ich ja dabei sein“, wollte „Gaddi“ nicht den zweiten vor dem ersten Schritt machen.

Dass es im Zuge der Qualifikationsspiele zu gewissen Überschneidungen mit dem Spielplan der SG kommen kann, dessen ist sich Xhafolli bewusst. „Die Situation ist aktuell sicher nicht einfach. Doch wenn die Nationalmannschaft ruft, müssen die Vereine ihre Spieler abstellen. Dafür können die Spiele dann aber auch verlegt werden.“

Sollte es wider Erwarten doch nicht klappen mit der Nominierung – für „Gaddi“ wäre es kein Weltuntergang: „Trotz der schweren Zeiten steht die SG bei mir an erster Stelle. Doch ich habe ein gutes Gefühl, dass wir bereits in Varel wieder erfolgreich sind.“

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