Achim/Baden muss auch VfL Potsdam die Punkte beim 22:29 überlassen

Ohne Freese und Denker SG auf verlorenem Posten

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Auch sieben Treffer von Erik Gülzow konnten die nächste Pleite der SG Achim/Baden nicht verhindern.

Achim - Von Frank von Staden. So langsam beginnen die Lichter der SG Achim/Baden in der 3. Handball-Bundesliga auszugehen. So wartet das Team von Trainer Tomasz Malmon weiterhin auf den ersten Heimzähler der Saison, war am Wochenende auch der VfL Potsdam eine Nummer zu groß für die Weserstädter, die beim 22:29 (10:12) dem Gegner einmal mehr beide Punkte mit auf die Heimreise geben mussten.

Schon vor der Partie haderte der SG-Übungsleiter mit dem Schicksal: „Uns bleibt in unserer Situation aber auch nichts erspart. Wie lange wollen sich die Hiobsbotschaften denn noch bei uns festbeißen?“ Verständlich der Frust. Denn neben Patrick Denker, der sich im Abschlusstraining den rechten Fuß verletzte, musste auch Tobias Freese kurzfristig mit einer starken Erkältung abwinken. „Ich habe bis zum Schluss alles versucht, doch es ging einfach nicht“, schniefte da der Rückraumakteur zur Halbzeitpause. Zumindest war dann „Gaddi“ Xhafolli wieder an Bord, der 14 Tage ebenfalls wegen einer Erkältung keinen Ball anfassen konnte – was ihm anzumerken war. Selbst per Strafwurf wollte dem sonst sicheren Siebenmeterschützen nicht viel gelingen. „Tomek hat mich vor dem Spiel gefragt, ob ich wenigstens die machen könnte – doch selbst daran war nicht zu denken“, verriet Patrick Denker, der nur durch die Halle humpeln konnte.

Bis zur Pause hatten er und die rund 250 Zuschauer allerdings eine recht ordentliche Vorstellung der Gastgeber verfolgen können. Mit einer enorm offensiv ausgerichteten Deckung versuchten sie die Potsdamer aus dem Rhythmus zu bringen. Und die zeigten sich absolut beeindruckt, wussten lange nicht, wie sie dieses hoch stehende Bollwerk knacken sollten. Das Problem der SG aber war wieder einmal der Angriff. Während sich die Hausherren hinten viele Bälle – auch dank eines bärenstarken Keepers Daniel Sommerfeld – erkämpften, warfen sie sie vorn fast im Gegenzug wieder weg. Dennoch: Trotz zahlreicher Klopse blieb die SG dran, ließ sich im ersten Abschnitt auch nicht von einigen fragwürdigen Schiedsrichterentscheidungen entnerven und hatte so bei 10:12 noch alles in der Hand.

Die Pause aber tat den Hausherren nicht gut. Denn von nun an stand die Abwehr nicht mehr, fanden die Potsdamer immer wieder Lücken. Spätestens bei 15:24 (48.) war die Messe dann wieder einmal gelesen und stand auch die Erkenntnis fest, dass es ohne Freese, Denker und einem „halben“ Xhafolli schon mal gar nicht geht.

SG Achim/Baden: Sommerfeld, von Seelen – Balke, Harms, Block-Osmers (1), Meier (1), Gülzow (7/1), Podien (1), Xhafolli (1/1), Summa (7), Schanthöfer (3), Mühlbrandt (1).

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