Naumann-Team verspielt gegen Edewecht

Achim/Baden gibt den Sieg noch aus der Hand

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Achim/Badens Marvin Pfeiffer (rechts) zählte zu den Aktivposten gegen Edewecht, ehe sich der Rückraumspieler an der Schulter verletzte und vorzeitig vom Parkett musste.

Achim/Baden - Von Björn Lakemann. Große Enttäuschung herrschte auf Seiten des Handball-Oberligisten SG Achim/Baden nach der bitteren 22:23 (13:11)-Niederlage gegen den VfL Edewecht. Da hatten die mit dem letzten Aufgebot angetretenen Gastgeber den VfL beim 22:19 bereits am Rand einer Niederlage, ehe sie letztlich doch wie begossene Pudel vom Feld schlichen.

Als Erster fand SG-Trainer Tobias Naumann die Sprache wieder: „Am Ende fehlten uns einige Körner. Zudem haben wir gegen die abgezockte Truppe in der Endphase nicht schlau genug gespielt.“

Beide Mannschaften waren arg ersatzgeschwächt angetreten. Bei der SG musste neben Routinier Florian Block-Osmers vor Spielbeginn auch noch Steffen Fastenau mit Problemen an der Achillessehne passen. Angeschlagen war zudem Jan Mühlbrandt in die Partie gegangen und zu allem Überfluss verletzte sich auch noch Aktivposten Marvin Pfeiffer an der linken Schulter in der zweiten Halbzeit und musste passen. 

Aber das verbliebene Ensemble lieferte einen beeindruckenden Fight ab. Angeführt vom starken Arne von Seelen zwischen den Pfosten (21 Paraden) hatte die SG spätestens nach dem Zerreißen des Trikots von Kreisläufer Fabian Balke durch die kompromisslose VfL-Deckung in der siebten Minute alles im Griff. 

Weckruf für Naumann-Team

Das zerstörte Stück Stoff schien der Weckruf für die Naumann-Schützlinge gewesen zu sein. Und nach dem letzten Ausgleich zum 9:9 (23.) nahm der SG-Express langsam Fahrt auf und eine Sekunde vor der Pause lochte Linksaußen Kevin Podien aus geschätzten 16 Metern zur verdienten 13:11-Pausenführung ein.

Nach dem Wechsel blieb die SG am Drücker. Allerdings versäumten es die Gastgeber frühzeitig alles klar zu machen, da einige Hochkaräter ungenutzt blieben. Das sollte sich am Ende rächen. Dabei schien die Entscheidung fünf Minuten vor dem Ende nach einem Treffer von Aushilfsspieler Max Schirmacher zum 22:19 eigentlich entschieden. Doch weit gefehlt. 

Der von Tobias Weihrauch trainierte VfL zeigte einen grandiosen Endspurt. Louis Kamp traf dreifach und Thore Linda sorgte für den bitteren 22:23-Endstand. „Wer fünf Minuten vor dem Ende mit drei Treffern führt, sollte das eigentlich über die Bühne bringen. Doch wir haben uns in der Crunch-Time zu viele Fehler erlaubt“, wusste der 20-jährige Max Schirmacher. Gäste-Trainer Weihrauch schmunzelte: „Wir haben uns am Ende dazu entschlossen, dass wir unsere Chancen endlich verwerten.“

SG Achim/Baden: Thalmann, von Seelen, Meinken – Jacobsen (4), Wolters (3), Zysk, Podien (6/4), Meier (2), Pfeiffer (3, Balke (1), Schirmacher (3), Zschorlich, Mühlbrandt, Schacht.

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