Eitzer feiert Jubiläum – und hofft auf viele Nachahmer

Achim Schäfers: 50. Sportabzeichen soll nicht das letzte sein

Für sie gilt Achim Schäfers (Mitte) als großes Vorbild: Die Scheifele-Schwestern Johanna, Auguste, Salome und Käthe (von links) haben ebenfalls ihr Sportabzeichen in Verden abgelegt. J Foto: Lakemann

Eitze - Von Björn Lakemann. Es war im Jahre 1967, als Achim Schäfers zum ersten Mal sein Sportabzeichen bei der Bundeswehr in Augustdorf ablegte. „Schließlich gab es dafür einen freien Tag und das war Ansporn genug. Doch danach habe ich das 50 Jahre lang durchgezogen“, schmunzelt der 70-Jährige, der in Eitze wohnt.

In Paderborn geboren zog es Schäfers 1977 beruflich nach Verden. Mittlerweile ist er seit etlichen Jahren im Verdener Stadion aktiv und feiert in diesem Jahr sein 50. Sportabzeichen. Seinen Traum, eine große Gruppe von Sportbegeisterten aufzubauen, hat der Pensionär noch nicht aufgegeben. „Man muss mit den Kindern anfangen, beim Sport werden reichlich Glückshormone ausgeschüttet“, setzt Schäfers auf Nachhaltigkeit und Spaß. 

Übungen in Kraft, Ausdauer, Koordination sowie Schnelligkeit

Seit 2013 gibt es das neue Sportabzeichen. Bestehend aus Übungen in Kraft, Ausdauer, Koordination sowie der Schnelligkeit ist das für Schäfers ein Indikator seiner Fitness. „Eigentlich ist das Training ein Zuträgersport für meine zweite Leidenschaft Windsurfen.“ In dieser Disziplin, die er am liebsten auf der Ostsee betreibt, seien alle vier Attribute gefordert: „Wir haben ein super Revier auf Fehmarn.“ Seit 43 Jahren steht Schäfers auf dem Brett. 1979 surfte der Eitzer in Griechenland auf einer Nebenregatta mit dem vielfachen Weltmeister Robby Naish und nutzt derzeit die ablandigen Winde auf Fehmarn.

Jeden Mittwoch nimmt eine Schar im Verdener Stadion für alle Nicht-Vereinsmitglieder das Deutsche Sportabzeichen ab. „Von der Altersstruktur ist da von Kindern bis zu den älteren Semestern alles vertreten“, berichtet Schäfers, der für sein 50. Sportabzeichen 25 Meter (in 19 Sekunden) und 400 Meter Schwimmen (11:15 Minuten) im Verwell, einen 50 Meter-Lauf (in 8,5 Sekunden) sowie den Medizinball-Weitwurf (10,80 Meter) schaffen musste. Der neunjährige Daniel Schimpf schaut bewundernd zu Schäfers hoch. „Für mich ist es das erste Sportabzeichen“, staunt Daniel.

Pech hatte Schäfers freilich an diesem Mittwoch, als er sich beim Hochsprung bei 1,14 Metern einen Muskelfaserriss zuzog. Beim Überqueren seiner neuen persönlichen Bestmarke habe es geknackt. Doch Schäfers blieb gut drauf: „Lieber eine Blessur in Kauf nehmen als krank sein. Meine Verletzungen habe ich mir immer im Winter genommen.“ Und gibt sich optimistisch, im kommenden Jahr sein 51. Sportabzeichen ablegen zu können.

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